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Weltgeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen in methodischer Anordnung / von Rudolf Luginbühl
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XXXI. Ludwig XIV. 1UIN1715.

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der französische» Sprache zu erstellen. Die Akademie wurde der Mittelpunkt allergroßen Geister Frankreichs. Was Richelieu begonnen, das setzte der von ihm em-pfohlene Mazarin wahrend der Minderjährigkeit des Königs Ludwig XIV. fort.

1. Kudrvrg XIV. irnd sein Hof. ri) Ludwig XIV.zählte beim Tode seines Vaters erst fünf Jahre. Er trug den Königs-titel 72 Jahre, also länger als irgend ein anderer Monarch. ZumManne herangewachsen, bot Ludwig das Bild einer echt königlichen

Ludwig XI V.

Erscheinung. Er war von, hoher Statur und ebenmäßigem Körper-bau. Auf die Pflege seines Äußern verwendete er sehr viel. Seine ge-sunde und kräftige Statur schien keine Ermüdung zu kennen. Von ernster,aber nicht unfreundlicher Miene, war er stets gnädig und verbindlich infeinem Benehmen, niemanden vorziehend und niemanden abweisend. Niezeigte sein Gesicht Aufregung oder Leidenschaft; selbst die größten Ereig-nisse vermochten ihn nicht zu erschüttern. Jede seiner Bewegungen waranmutig und berechnet. Er arbeitete sehr fleißig und hielt jeden Tag mitAusnahme Mittwochs und Sonntags mit seinen Ministern Sitzung.