XI.II!. Tor Lecesswnskrieg. 1861—186-).
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für die Secessionisten empfindlicher als eine Niederlage. Doch die großenErfolge, die sie bei Frederiksburg errungen, gaben ihnen den Mut, denNorden ernstlich zu bedrohen. General Meade (spr. Mihd) stellte sich Leebei Gettysburg (spr. Dschöttisbörg) entgegen. Hier entspann sich wohldie blutigste Schlacht des ganzen Krieges; sie dauerte drei Tage. DieSecessionisten unterlagen. Die Schlacht kostete sie 36,000 Mann, diesie nicht wieder ersetzen konnten, die Nördlichen 28,000, für die baldwieder Ersatz vorhanden war. General Lee ordnete einen meisterhaftenRückzug an. Meade unterließ, obgleich es ihm leicht gewesen wäre, ihnwirksam zu verfolgen. Jetzt ließ sich die Erschöpfung der Secessionistennicht mehr lang verheimlichen; ihre Reihen begannen sie mit Knaben zuergänzen. Das Jahr 1863 verlief indes, ohne daß sich ein baldigesEnde des mörderischen Bruderkrieges erhoffen ließ.
4. Dev Arrsgang des Krieges, l 864—1865 —r») Im Jahre 1864 stellte die Unionsregierung endlich die rechten Männerals Oberanführer an die Spitze ihrer Heere, nämlich Grant, der dieArmee am Potomac, und Sherman, der die am Tenessee befehligte.Beide Männer waren durch Bande aufrichtiger Freundschaft verbunden,die jede Eifersüchtelei ausschloß. Während nun Grant gegen Richmondzu operierte, unternahm Sherman einen bewunderungswürdigen Zugmitten ins Herz der Feindeslande hinein. Atlanta, ein wichtiger Waffenplatz der Konföderierten in Georgia lspr. Dschördscha), wurde von ihmvon Tenessee aus in angestrengten Märschen und unter beständigen Gefechtengenommen und zum Stützpunkt für weitere Unternehmungen gemacht.Rings von Feinden umgeben, entschloß sich Sherman, den ersten Meister-zug durch einen zweiten zu ergänzen. Er brach nach der HafenstadtSavannah im Osten auf, wo er nach 27-tägigem, wohlgeordnetemMarsche im Dezember 1864 eintraf. Unterwegs hatten die armen Nigger(Neger) Gelegenheit, sich zu überzeugen, daß die Nördlichen keine Menschen-fresser waren, wie ihnen ihre Herren vorgelogen hatten; mancher eilteherzu und sagte: „Wir glauben ihnen nicht mehr; wir wissen, daß ihrgekommen seid, uns frei zu machen." Savannah mußte sich ergeben. —d) Das Jahr 1865 brachte endlich die Entscheidung; es war Zeit;denn immer grausamer wurde der Krieg geführt. Das Morden imgroßen und kleinen nahm kein Ende. Die Südlichen ließen viele Ge-fangene erbarmungslos verschmachten. Ein Wutschrei tönte durch dieganze civilisierte Welt, als man hörte, wie barbarisch sie dieselben behan-delten. — e) Schon im Januar 1865 brach Sherman von Savannahgegen Norden auf. Sein Marsch war infolge der vielen von den Alle-ghannys nach Osten durchbrechenden Flüsse, des sumpfigen Bodens undder ihn stets umschwärmenden Feinde mit unzähligen Schwierigkeiten vcrbunden. In breitester Front marschierend, vorn die Pioniere zum Brücken-schlägen, dann die Kavallerie, rückte Sherman stetig vorwärts, zerstörtedie Eisenbahnlinien, die öffentliche» Vorratsmagazine und die leerstehenden
Luginbühl, Weltgeschichte. 2. Ausl. ^