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Abriss der allgemeinen Geschichte / von Hugo Rachel
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Cdina, Pcrsien, Byzanz.

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daneben später das wiedererstandene Karthago. Athen nur als Universität be-deutend. Syrer besonders im Handel hervortretend.

2. Jhdt. n. Chr. Höhe der antiken Zivilisation, dann kultureller Rückgang,Versiegen jeder schöpferischen Kraft, sinkender Geschmack, Orientalisierung undBarbarisierung. In der Kunst Übergang zu dem orientalisch beeinflußten.byzantinischen" Stil. Nur in der Baukunst noch ein großer Zug.

Rückgang an Volkskraft, Wohlstand und Kultur am stärksten in Hellasund Italien; die neuromanisierten Länder Spanien und Gallien überflügelndieses, der Orient in wirtschaftlicher und kultureller Blüte weit überlegen.

Srohltaaten.

1. China, in Lehnstaaten zerfallen, 221 v. Chr. durch den ersten Kaiser,Schi-hoang-ti, in eine zentralisierte, absolutistische Einheits-Monarchie verwandelt.Erhält unter der Dynastie Hau (205 v.220 n. Chr.) seine dauernd gültigeOrdnung: bürokratischer Absolutismus, starr konservativ, mit wohlgegliederterZentral- und Provinzialverwaltung. Grundlage völlig demokratisch, kein Geburts-adel, nur Beamtenaristokratie Mandarinen auf Grund staatlicher Prü-fungen. Eine riesige Sozial- und Wirtschaftsorganisation, auf Familie und Ge-meinde, strenger Sitte und Herkommen beruhend, mit übergelagerter, nicht tief ein-greifender monarchischer Verwaltung.

Im 2. Jhdt. v. Chr. gewaltige Ausdehnung nach Süden, bis Tonkingnach Westen bis zum Kaspischen Meer; gegen die nördlichen Nomaden Abwehrdurch die Große Mauer, vollendet c. 200 v. Chr.

Das größte und bestgeordnete Reich der Erde, mit hoher Zivilisation, dieunter der Tang-Dynastie (616907 n. Chr.) ihre formale Vollendung erreicht.

2. Das neupersische Reich der Sassaniden, begründet durch Ardeschir,der die Partherherrschaft beseitigt, 226636 n. Chr., in Iran, Irak und Ar-menien, Hauptstadt Ktesiphon. Bewußte Erneuerung des Achämenidenreichesund der zoroastrischen Religion, des Parsismus. Beständige Kämpfe mit Romund Byzanz. Höhezeit unter Chosroes I., 531579, und Chosroes II., 590bis 628.

3. Das Reich von Byzanz, bewahrt ganz das Wesen des spätrömischenKaiserreichs als straff organisierter Beamten- und Militärstaat, nur tritt seit dem0. Jhdt. das Römische gegen das Griechisch-Orientalische äußerlich (Amtssprache usw.)zurück. Glanzzeiten:

Justinianus I., 527565 (Jllyrier): Afrika, Italien, das südöstliche Spanienvon den Germanen zurückerobert (nicht für dauernd); Codifizierung des römischenRechts (Corpus Juris: Institutionen, Pandekten. Codex, Novellen); Hagia Sophiain Konstantinopel, Höhe des .byzantinischen" Baustils.

Leo III., der Jjaurier, 717741, und sein Haus (780).

Basileios I, 867886, Basileios II.. 9761025 (makedonische Kaiser).

Alexios I. der Komnene, 10811118, Manuel I., 11431180.