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Der Islam.
Vor allem Winfried (Bonifatius, f 755), erster Erzbischof von Mainz (748).Die Sachsen erst gegen 800, die Nordgermanen im 10./11. Jhdt. bekehrt.
Die Westslawen im 9./10. Jhdt. (die Slawenapostel Methodtus und Kyrillus 863,Schaffung einer Schriftsprache, Kirchenslawiich), die Ungarn um 1000, endlichdie Litauer (gegen 1400) werden gleichfalls der römischen Kirche gewonnen,die Süd- und Ostslawen und die romanisierten Dacier (Rumänen) dergriechischen.
Notionalreligionen.
Im 3. Jhdt. v. Chr. wurde der Buddhismus in Indien zu einer ArtStaatskirche (Konzil von Patna 250); später dort ganz erloschen.
In China der Konfucianismus staatlich sanktioniert (v. Chr.). Im neu-versischen Reiche unter den Sasianiden >226—636 n. Chr.) die altiranische,zoroastrische Lichtreligion erneuert und zu einer förmlichen Staatskirche um-gewandelt.
Eine neue Erscheinung:
Religion, Nation und Staat zugleich und in engster Verbindung ent-standen bei den Arabern. Deren Stämme durch Mohammed aus dem StammeKoreisch geeinigt durch Begründung einer streng monotheistischen Nationalreligion,des Islam (—Ergebung). Lehren im Koran. Ausgesprochene Gesetzesreligion,stark beeinflußt vom Judentum und Christentum, aber mit ganz politischer Ten-denz; äußerliche Moral, strenge Ritualvorschriften, Fatalismus, Kampf gegenAndersgläubige Vorschrift. Dadurch die Anhänger zu gewaltiger religiös-kriege-rischer Propaganda entflammt, zu reißend schneller Eroberung und Staats-gründung.
622 Flucht Mohammeds von Mekka nach Medina Beginn der moham-medanischen Zeitrechnung (Hedschra); Unterwerfung und Einigung Arabiens. DieJslamgläubigen bildeten eine religiös-kriegerische demokratische Gemeinschaft unterdem Propheten und dessen Nachfolgern, den Kalifen, als religiös-politischemOberhaupt. Unter ihnen hat
Omar (634—644) durch Eroberung von Syrien, Kilikien, Ägypten unddes persischen Reiches das Kalifat zur Weltmacht erhoben und das arabischeGroßreich organisiert.
661—750 Kalifat der Omaijaden zu Damaskus.
Spaltung des Islam in Sunniten (strenge Anerkennung des Koran undder Tradition-Sunna) und Schiiten (freie Auslegung des Koran, Verwerfungder Sunna), diese vorwiegend Perser.
Zweite Eroberungsphase: Jnnerasien, Nordwest-Indien, Nord-Afrika (—699),Spanien (711—720); die Mittelmeer-Jnseln 9. Jhdt.
750—1258 Kalifat der Abbassiden, s. 762 zu Bagdad. (Harun al Raschid786—809, Al Mamun 813—33.)
S. 801 zahlreiche selbständige Teilfürsten, glänzend die Samaniden inBuchara 10. Jhdt., und der große Sultan Mahmud in Gasna (997—1030),der Eroberer Indiens. Völlige Trennung vom Kalifat: 756 das omaijadische