klagten, schwur (1er entschlossene Brutus bei der bluten-den Leiche, zu handeln. "Er rief das Volk unter die Waffenund entflammte es mit feurigen Worten zu dem Beschlull,daß Tarquinius entsetzt und mit seinem ganzen gottlosenGeschlecht verbannt sein sollte. Da sich auch das Heergegen den König empörte, blieb diesem nichts übrig, alsmit seiner Familie außer Landes zu fliehen. Brutus aberließ nach vollbrachter Befreiung die Römer feierlichschwören, nimmermehr einen König über sich zu dulden.
510t. Ohr. So wurde Rom eine Republik, angeblich in demselbenJahr, da in Athen der Tyrann Rippias vertrieben wurde.
§ 15. Ausgleichung der Stände.
1. Verfass u n g. — Statt des Königs regierten .jetztin Rom zwei Bürgermeister, die Konsuln hießen undalle Jahre neu gewählt wurden. Zuweilen, besonders inschweren Kriegen, schien es jedoch notwendig, daß derStaat wieder ein einziges Haupt habe. Da wurde denn einDiktator ernannt, dem jedermann unbedingt zu gehor-chen hatte, der aber nie länger als ein halbes Jahr imAmte bleiben durfte. Die Konsuln wurden vom versam-melten Volk gewählt, wobei auch die Plebejer mitwirkendurften. Aber nur Patrizier konnten gewählt werden; diePlebejer blieben nach wie vor von Amt und Würden aus-geschlossen. Auch im Senate, der jetzt die mächtigsteBehörde im Staate wurde, herrschten die Patrizier. Soregierten diese als bevorzugter Adel den Staat, und Romhatte sich aus einer Monarchie in eine Aristokratieverwandelt.
2. H o r a t i u s Codes und Mncius S c ä v o 1 a.— Nach den freilich noch immer mehr Sage als Geschichteenthaltenden Erzählungen der Römer waren Brutusund Collatinus die ersten Konsuln. Bald drohten aberdem jungen Freistaat schwere Gefahren von innen undaußen. Die erste Freiheitsbegeisterung verrauchte, man-