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einen Bausch zusammen und sagte: „Hier habe ich Kriegoder Frieden; wählet!“ „Gib, was du willst,“ rief man ihm /trotzig zu, worauf er erklärte: „Gut, also Krieg!“
3. Hannibals A 1 p e n ii b e r g a n g (218 v. Chr.).
— Die Römer hatten die Absicht, die Karthager in Spa-nien und in Afrika anzugreifen. Aber es kam ganz anders,als sie dachten. Hannibal, der den Krieg nach Italientragen wollte, war schneller als sie. Allerdings schien seinPlan eine Tollkühnheit. Die feindlichen Flotten beherrsch-ten das Meer, und der Landweg von Spanien nach Italienführte durch unbekanntes Barbarenland, über gewaltigeGebirge und Ströme. In Italien selbst aber konnten dieRömer 800,000 Waffenfähige aufbieten. Allein HannibalsHeldengeist schreckte vor keinem Hindernis zurück. Mit50,000 Mann Fußvolk, 9000 Reitern und 37 Elefanten üher-218 v. Chr. schritt er die Pyrenäen und bahnte sich den Weg durchGallien,- wie Frankreich im Altertum hieß. An der Rhonestellten sich ihm große Haufen Gallier entgegen; er wußtesich jedoch den Übergang zu erzwingen und langte imSpätherbst am Fuß der Alpen an. Jetzt häuften sich aberdie Gefahren erst recht. Mehr als einmal drohte in demGewirre von Bergketten und Schluchten dem ganzenHeere der Untergang. Die wilden Alpenbewohner griffenes von vorn und im Rücken an und wälzten von den HöhenFelsstücke auf den Zug herunter. Nur der nie versagen-den Tatkraft und Umsicht Hannibals war die Rettungzu verdanken. So erklommen die Soldaten unter bestän-digen Gefechten den Kamm des Hochgebirges, ob denkleinen St. Bernhard oder den Mont Cenis oder einenandern in der Nähe befindlichen Paß, darüber lassen unsdie Angaben der Alten im Zweifel. Oben auf der eisigenHöhe gönnte der Feldherr seinen erschöpften Spaniernund Afrikanern einige Rasttage und sprach ihnen Mutein. Aber noch mühseliger als der Aufstieg war der Ab-stieg in der vorgerückten Jahreszeit. Auf dem frischgefallenen Schnee glitten Menschen und Tiere in die Ab-gründe. Lawinen donnerten auf einzelnen Strecken fort-