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eine schmähliche Niederlage, die auch ihn von der GnadeRoms abhängig machte. Im Frieden mußte er sich ver-pflichten, den Hannibal auszuliefern. Der greise Heldentzog sich der Auslieferung durch Flucht; aber überallspürten ihm seine unerbittlichen Verfolger nach. Zuletztnahm er Gift, um, wie er sagte, die Römer von ihrer18.‘5 v. Chr. Furcht zu erlösen. So endete der gewaltige Mann, nach-dem er seinen Knabenschwur während eines halben Jahr-hunderts redlich gehalten hatte.
10. Untergang Karthagos (146 v. Chr.). — SeitHannibals Flucht taten die Karthager ihr möglichstes,um durch unterwürfiges Benehmen die Sieger zu ver-söhnen. Aber die Römer kannten keine Großmut gegenden Feind, vor dem sie einmal gezittert hatten. Was diemeisten dachten, sprach der alte Cato offen aus. Catowar ein echter Römer, der überall seinen Mann stellte,gleich tüchtig als Landwirt, Rechtskundiger, Redner undHeerführer und wegen seiner Rechtschaffenheit ebensogeachtet, wie wegen seiner unbeugsamen Strenge ge-fürchtet. Er hatte in seiner Jugend die Schrecknisse des„kannibalischen“ Krieges miterlebt, und seit er einmalals Gesandter die noch immer blühende und volkreichePunierstadt gesehen, konnte er die Furcht nicht los wer-den, dieselben könnten sich wiederholen. Daher schloßer seit der Zeit jede seiner Reden im Senate, siö mochtehandeln, wovon sie wollte, mit den Worten: „Und endlichsage ich noch, Karthago muß zerstört werden!“ Wirklichwurde schließlich der Stadt unter nichtigen Vorwändender Krieg erklärt. Flehentlich baten die geängstigtenKarthager um Frieden und lieferten, als die Römer esverlangten, ohne weiteres alle Waffen und Kriegsschiffeaus. Jetzt erklärte man den Wehrlosen, die Zerstörungihrer Stadt sei beschlossen; sie sollten sich irgendwo imInnern ihres Landes, aber fern vom Meere, ansiedeln.Dieser Befehl erfüllte die Karthager mit wilder Verzweif-lung. Lieber wollten sie alles erdulden, als die Stadt ihrerVäter verlassen. Das ganze Volk, jung und alt, arbeitete