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war, hatte ihn der Diktator in die Acht erklärt. Ange-sehene Männer legten fiir den fast weiblich zart anssehen-den Jüngling Fürbitte ein. „Meinetwegen,“ sagte Sulla,„aber nehmt euch in acht, in dem Jüngling steckt mehrals ein Marius!“ Zunächst trieb sich nun Cäsar in Klein-asien herum, bald im Kriegsdienst, wo er sich durchTapferkeit auszeichnete, bald, indem er nach der Sittevornehmer junger Römer bei griechischen Lehrern Unter-richt genoß. Dabei fiel er einmal Seeräubern in die Hände.Wie zum Scherz drohte er diesen, wenn er wieder freiwerde, so werde er sie alle ans Kreuz schlagen. Nach-dem er sich um schweres Geld losgekauft hatte, bemannteer ein Schiff, überfiel die Seeräuber und führte seineDrohung wirklich aus. Nach Sullas Tod kehrte Cäsarnach Rom zurück. Es war dem beredten, geistvollenManne ein leichtes, die Gunst der Menge zu gewinnen.Als er zu Ämtern gewählt wurde, entzückte er sie durchdie unerhörte Pracht der Feste, die er ihr zu Ehren ver-anstaltete. Das größte Vergnügen gewährten den verdor-benen Römern die grausamen Fechterspiele, in welcheneigens dazu abgerichtete Sklaven miteinander oder mitwilden Tieren auf Tod und Leben kämpfen mußten. Cäsarließ 320 Fechterpaare auftreten, und alle Rüstungen undGerätschaften, sogar die Käfige der wilden Tiere warenaus gediegenem Silber. Nicht minder großartig warenfreilich auch seine Schulden, die bis auf 20 MillionenFranken anstiegen. Der Senat gab dem 40jährigen Ver-schwender Gelegenheit, sieh ihrer zu entledigen, indem erihn als Landvogt nach Spanien schickte. Auf der Reisekam er durch einen elenden Flecken. Als seine Begleiterdarüber spotteten, verriet er den Ehrgeiz, der ihn erfüllte,mit den Worten: „Ich möchte lieber hier der Erste sein,als in Rom der Zweite!“
4. Das erste Tri u mvirat (fiO v. Chr.). Cäsarin Gallien (58—49 v. dir.). — Aus Spanien, wo sichCäsar im Kampf gegen einige unbezwungene Bergvölkerdie ersten Feldherrnlorbeeren holte, kehrte er zurück, in