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0 k t a v i a u, dem Schwesterenkel Casars, den dieser, inErmangelung eines Leibeserben, an Sohnes Statt ange-nommen hatte, und einem General, namens Lepidus,zu einem neuen Dreimännerbund. Die drei beschlossendurch einen Massenmord nach Art des Marius und Sulladie Republikaner gänzlich auszurotten. Ein Heer vonBanditen, denen sie die Güter der Getöteten versprachen,stürzte sich auf Italien und begann ein fürchterlichesMorden, dem auch der berühmte Redner und SchriftstellerCicero zum Opfer fiel. Dann eilten die Schreckens-männer dem Brutus und Cassius entgegen, die im Ostengroße Streitkräfte gesammelt hatten. Bei P h i 1 i p p i, 42 v. Chr.einer Stadt in Makedonien, stießen die Heere aufeinander.
Brutus und Cassius wurden nach tapferem Kampfe über-wunden und gaben sich selbst den Tod. Jetzt teilten dieSieger das Reich unter sich; aber der schlaue Oktavianwußte seine Genossen um ihren Anteil an der Beute zubringen. Mit leichter Mühe verdrängte er den Lepidus,indem er dessen Soldaten auf seine Seite brachte. DenAntonius aber schlug er in einer großen Seeschlacht beiA c t i u in (im Nordwesten Griechenlands), worauf sich 31 v. Chr.dieser in Ägypten selbst entleibte. So ging aus dem zwei-ten Triumvirate die Alleinherrschaft Oktavians hervor.Niemand machte sie ihm mehr streitig. Alles war derentsetzlichen Bürgerkriege müde und bereit, die Freiheiteinem Monarchen preiszugeben, wenn man nur wenig-stens wieder seines Lebens und Eigentums sicher wurde.
Von da an blieb der römische Staat ein Kaiserreichbis zu seinem Untergang.
§ 21. Rom ein Kaiserreich.
1. A u g u s t u s (31 v. Chr. bis 14 n. Chr.). — Auf demThrone nannte sich Oktavian nach seinem GroßoheimC ä s a r, ein Beispiel, dem fast alle späteren Herrscherfolgten, so daß der Name des Stifters der neuen Monarchiezum Titel wurde, womit man noch heute die mächtigsten