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Griechenland, Kleinasien, Syrien und Palästina, Teile vonArabien, ganz Nordafrika von Ägypten bis Marokko undsämtliche Inseln des Mittelmeeres, London und Alexan-drien, Paris und Jerusalem waren Städte eines und des-selben Staates. Vom Atlantischen Ozean bis zum Euphrat,von den Bergen Schottlands bis zur afrikanischen Wüsteherrschten ein Recht und ein Gesetz. Innerhalb diesesungeheuren Gebietes lag alles in tiefer Ruhe und Sicher-heit; die Sehnsucht der Menschen, der Friede auf Erden,schien erreicht. Die Grenzen waren durch gewaltigeHeeresmassen, die längs derselben verteilt waren, und anvielen Stellen auch durch Türme, Wall und Graben gegendie Barbaren geschützt. Stolze Kriegsflotten sicherten dieMeere. Treffliche Heeresstraßen mit Posten und Reise-stationen durchzogen das Reich von einem Ende zum an-deren. Durch keine Feindseligkeiten gehemmt, tauschtendie Völker ihre Erzeugnisse friedlich untereinander aus.„Die Erde“, sagt ein alter Schriftsteller, „hatte ihre alteTracht, das Eisen abgelegt und erschien im Festgewande.“Gegenden, die heute wüste liegen, waren damals mit blü-henden Städten übersät. Die Völker des Morgen- undAbendlandes waren zu einer ungeheuren Nation mitderselben Gesittung und nur zwei Sprachen zusammen-gewachsen. Wie der Morgenländer sich des Griechischenbediente, so vergaß der Hirt in den Alpen, der Bauer amRhein, in Spanien und Afrika seine einheimische Spracheund drückte sich in der lateinischen aus. Dieselbe grie-chisch-römische Bildung und Kunst war an den Ufernder Themse, wie an denen des Nil zu finden. Länder, diezu Cäsars Zeit noch barbarisch gewesen, gaben jetzt demReiche Gelehrte, Dichter, Redner, Staatsmänner, Feld-herren und Kaiser. Die Städte in den Provinzen wett-eiferten an Pracht- und Nutzbauten mit denjenigen Ita-liens. Rom, das zur Riesenstadt mit all der Pracht, aberauch all der Verderbnis moderner Weltstädte anschwoll,war das Vorbild, dem sie nachstrebten. Sie schmücktensich, wie dieses, mit herrlichen Säulentempeln, erbauten
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