Theater, Amphitheater und Zirkusse (Rennbahnen) fürdie Schaulust der Menge, errichteten prächtige Plätze mitSäulenhallen, Denkmäler in Erz und Marmor, öffentlicheBäder, und führten gutes Trinkwasser oft Stunden weither in künstlichen Wasserleitungen, die meist hoch überder Erde auf riesigen Steinbogen einherzogen. Noch heuteerregen die Ruinen dieser stolzen Römerbauten das Er-staunen und die Bewunderung des Wanderers gleicher-weise in Asien, Afrika und Europa.
Komisches Amphitheater zu Pola in Istrien.
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(i. UrsachendesVer falls. — Aber diesem Welt-frieden, dieser Bildung fehlte das höchste Gut der Völker,die Freiheit. Noch immer schmachtete allerorten eine un-geheure Menschenmasse in der Sklaverei, und gegen denSklaven galt alles für erlaubt. Kannten doch die Bewohnerdes Römerreiches, etwa die Griechen ausgenommen, keingrößeres Vergnügen, als im Amphitheater den Zuckungensterbender Sklaven, Verbrecher und Kriegsgefangenen zu-zuschauen, die als „Fechter“ (Gladiatoren) sich unter ein-ander zerfleischen oder sich von Löwen, Tigern, Panthernund andern Bestien zerreißen lassen mußten. Aber auchdiejenigen, die sich rühmten, Freie zu sein, waren im