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und ein besonderer Priesterstand (Klerus) schied sieh vondem Volke ans. Unter den Priestern einer Stadt erhieltwieder einer den Vorrang, der allein noch Bischof ge-nu n n t. wurde, und die Macht dieser Bischöfe stieg immerhöher. Am größten Avurde das Ansehen derjenigen, Avelcliein den Hauptstädten des Reiches, in Rom, Konstantinopel,Alexandrien, ihren Sitz hatten. Über alle aber Avußtesich der Bischof von Rom emporzuschwingen, so-wohl, weil Rom noch immer als die erste Stadt des Reichesgalt, als auch, weil man ihn für den Nachfolger des vor-nehmsten Apostels, des Petrus, hielt. Denn der Sage nachwar Petrus nach Rom gekommen, dort längere Zeit Bi-schof geAvesen und in der ChristenA r erfolgung des Nerogekreuzigt Avorden. Als Nachfolger Petri erhoben die rö-mischen Bischöfe den Anspruch, daß man sie als Ober-haupt der ganzen Christenheit anerkenne, und es gelangihnen, diese Forderung im Abendland durchzusetzen.Fortan wurden sie A r orzugSAveise Päpste (papa, Vater)j genannt. Im Morgenland aber nahm der Bischof (Patri-
arch) von Konstantinopel den gleichen Rang in Anspruch,und es entspannen sich daraus bittere Streitigkeiten, diezuletzt zur Adilligen Trennung zAvischen der römisch-katholischen und griechisch-katholischenKirche führten.
4. Das Mönchs tu m. — Während die Kirche großeReichtümer sammelte und ihre Häupter an Ehrgeiz undMacht mit Fürsten zu Avetteifern begannen, gab es Clnvi-sten, Avelche die Welt mit ihrem ganzen Treiben als sünd-haft flohen und das Heil ihrer Seele fern A T on ihr in völ-liger Einsamkeit suchten. Als Einsiedler verbrachtensie ihr Leben in der Wildnis, frommer Beschaulichkeitund allen möglichen Entbehrungen, Fasten und Kastei-ungen hingegeben, durch die sie das eAvige Leben zu ge-^ winnen hofften. In Ägypten entstand um 300 der Brauch,
daß solche Mönche, d. h. Einsamlebende, sich zu Ver-einen zusammentaten und in gemeinschaftlichen Gebäu-den unter einem Vorsteher, den sie Abt (d. i. Vater)
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um 450n. Chr.
um 300n. Chr.
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