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Macht und Ausdehnung, daß es zuletzt den Völkern schien,er sei an die Stelle des untergegangenen weströmischenReiches getreten. Es war dies das Reich der Franken,eines deutschen Stammes, der ursprünglich am rechtenUfer des Niederrheins wohnte. Ungleich so vielen an-deren deutschen Völkerschaften, die ihre Kraft auf müh-seligen Wanderungen erschöpften, verließen die Frankenihre Heimat nicht; aber sie breiteten von da aus ihreMacht immer weiter nach Westen aus. Ihre Größe ver-um 500 dankten sie vornehmlich ihrem Könige C h 1 o dw i gmClu-. (L u( i w jg) aus dem Geschlecht der Merowinger. Vordiesem waren sie in mehrere kleine Königreiche zer-splittert. Da machte sich Chlodwig zu ihrem Alleinherr-scher, indem er die anderen Krankenkönige, darunter zumTeil seine eigenen Verwandten, durch Mord und Hinter-list aus dem Wege räumte. Zugleich brachte er durchmehrere glückliche Kriege fast ganz Gallien unter sei neHerrschaft, das daher den neuen Namen Frankreicherhielt. Chlodwig geriet auch mit dem wilden Volk derAlamannen oder Schwaben in Streit, das sich inSüddeutschland, der Schweiz und im Elsaß festgesetzthatte. Am Oberrhein kam es zu einer gewaltigen Schlachtund das fränkische Heer war nahe daran, vernichtet zuwerden. Da erinnerte sich ChlodAvig, der noch ein Heidewar, des Christengottes, zu dem seine Gemahlin betete,und gelobte, da ihn seine Götter verlassen hätten, sich zuJesus Christus zu bekennen, wenn dieser ihm den Siegverleihe. Wirklich wurden die Alamannen geschlagen,ihr König fiel und sie mußten sich den Franken unter-werfen. Chlodwig aber erfüllte sein Gelübde, indem er mitTausenden aus seinem Volke zu Reims die Taufe empfing.So wurden die Franken Christen. Im übrigen blieb Chlod-wig, was er vorher gewesen, ein tückischer Despot ohneTreu und Glauben, der weder Mord noch Meineid scheute,wenn er nur sein Ziel erreichte.
2. Die H a usineier. — Chlodwigs Nachkommensetzten die Eroberungen fort und brachten außer Frank-