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einzelne Bekenner gefunden luitten, und verabscheute denheidnischen Götzendienst, dem die Masse seiner Lands-leute huldigte. Oft suchte er die nahe Wüste auf, um sichungestört seinen Gedanken überlassen zu können, und derAufenthalt in der Einsamkeit, das stete Grübeln undNachsinnen erregten ihn derart, daß er zuletzt Engel zusehen und zu hören glaubte. Daraus schöpfte er dieÜberzeugung, er sei von Gott berufen, den wahren Glau-ben zu offenbaren, und trat öffentlich als Prophet auf.Anfänglich verlachten ihn die Mekkaner. Als er aber diealten Götter immer heftiger angriff und sein Anhangwuchs, fingen sie an, ihn zu verfolgen. Er floh, um ihren622n.Chr. Nachstellungen zu entgehen, nach der Stadt Medina.
Diese Flucht, welche die Araber die Hedschra nennenund mit mancherlei Sagen und Wundern ausgeschmückthaben, gilt den Mohammedanern als der Stiftungstagihrer Religion; sie zählen von ihr an die Jahre, wie wirvon Christi Geburt. In Medina, dessen Einwohner mitMekka in alter Feindschaft standen, fand Mohammedzahlreiche Anhänger, mit deren Hilfe er die Mekkaner be-kämpfte und schädigte, wo er nur konnte. Das Glück warihm hold, und die reiche Beute, die seine Genossen vondiesen Streifzügen nach Hause brachten, mehrte die Zahlder Gläubigen täglich. Zuletzt konnte er als Sieger inseine Vaterstadt einziehen, und alle Stämme Arabiens,auch diejenigen in den Wüsten des Innern, anerkanntenihn freiwillig oder gezwungen als Herrscher und .Pro-pheten. Schon wollte er den Schrecken seiner Waffen überdie Grenzen der Halbinsel hinaustragen, da starb er,6ß Jahre alt, und wurde zu Medina begraben.
2. Der Islam. — Mohammeds Lehren und Gesetze,von seinen Anhängern der Islam, d. i. der Glaube, ge-nannt, wurden bald nach seinem Tode zu einem heiligenHuche, dem Koran, gesammelt. „Es gibt nur einenGott“, verkündete er, „und Mohammed ist sein Prophet.“Auch Moses und Christus sind göttlich erleuchtete Sehergewesen, aber Mohammed ist der letzte und größte. Wer