an ihn glaubt, die vorgeschriebenen Gebete und Fastenerfüllt und Almosen gibt, den erwartet nach dem Todedas Paradies. Da gibt es schattige Gärten voll köstlicherFrüchte und kühlender Gewässer, und jegliche Sinnen-lust wird dem Gläubigen zuteil. Aber der sicherste Wegzu den Freuden des Paradieses besteht darin, den Glaubenmit dem Schwert auszubreiten. Und keiner soll sich vordein Kampfe fürchten. Das Geschick jedes Menschen istvon Gott vorher bestimmt und nichts läßt sich daran än-dern. Wer zum Tode bestimmt ist, stirbt, wo es auch sei;wer nicht, der bleibt unversehrt, auch wenn er sich mittenin die Lanzen der Feinde Avirft. Das Avar die Lehre, durchwelche Mohammed die Söhne der Wüste mit stürmischerBegeisterung erfüllte und in Glaubenskämpfer verwan-delte, die in ihrer TodesA T erachtung die halbe Welt er-oberten.
3. Die Araber in Spanien. Schlacht beiPoitiers (732 n. Chr.). — Nach Mohammeds Tod trateiner seiner Jünger unter dem Titel Chalif (d. i. Stell-vertreter) an seine Stelle. Die Chalifen waren Aveltlicheund geistliche Herrscher, Papst und Kaiser in einer Per-son. Unter ihnen drangen die Araber mit umvidersteh-liclier Kraft in die Nachbarländer ein und brachten dasMorgenland bis nach Indien hin, soAvie ganz Nordafrikabis zum Atlantischen Ozean in ihre GeAvalt. Wiederholterschienen ihre Flotten vor Konstantinopel; dochvermochten die Oströmer durch eine merkwürdige Er-findung, das „griechische Feuer“, das auch unter demWasser fortbrannte und mit dessen Hilfe sie die feind-lichen Schiffe in Brand steckten, dieses Eingangstor nachEuropa zu behaupten. Dafür brachen die Araber auf eineranderen Stelle in unseren Erdteil ein. Sie setzten überdie Meerenge von Gibraltar, zerstörten das Reich der 711Westgoten in Spanie n und drangen in Frankreich gegendie Loire A T or. Da stellte sich ihnen der Hausmeier KarlM a r t e 11 mit dem Heerbann des fränkischen Reiches inden Weg und erfocht über sie bei Poitiers einen glor- 782