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nannt worden ist. Bisher hatten die Sachsen meist zu _Fuß gelochten; um aber so behenden Feinden zu begegnen,wie den Ungarn, gewöhnte sie Heinrich an den Dienst zuRoß und erprobte sie darin zunächst in erfolgreichenKämpfen mit den S 1 a v e n, dem großen osteuropäischenVolksstamm, der in der Völkerwanderung seine Sitze bisan die Elbe vorgeschoben hatte, jetzt aber allmählichwieder von den Deutschen zurückgedrängt wurde. Mittler-weile war der Waffenstillstand mit den Ungarn abge-laufen, und als deren Gesandte erschienen, um den ge-wohnten Tribut zu fordern, schickte sie König Heinrichmit leeren Händen heim. Bald brausten ihre gewaltigenReiterscharen heran. Aber Heinrich war zu ihrem Em-pfang gerüstet und erfocht in Thüringen einen vollstän- 933digen Sieg über sie, so daß sie zu seinen Lebzeiten Deutsch-land nicht mehr anzugreifen wagten.
2. Otto der G'roßeer ob ertltalien. Schlachtauf dem Lechfeld (955 n. Chr.). — Als Heinrich tiefbetrauert starb, wurde sein ältester Sohn Otto ohneWiderspruch zum Könige gewählt. Freilich ging es nichtlange, so hatte der junge Herrscher mit gefährlichen Em-pörungen zu kämpfen; aber mit starker Faust schlug erdiese nieder und wußte sich von jedermann Achtung zuverschaffen. So konnte er es wagen, zu einem folgen-reichen Unternehmen zu schreiten. A d e 1 li e i d, die durchSchönheit und Geist ausgezeichnete Witwe eines Königsvon Italien, rief ihn gegen einen übermütigen Großen,der sie eingekerkert hielt und mißhandelte, zu Hilfe. Miteinem wohlgerüsteten Heere überstieg Otto die Alpen,vermählte sich mit der befreiten Königin und gewannmit ihrer Hand die Herrschaft über den größten Teilvon Italien, das dadurch mit Deutschland zu einemReiche verbunden Avurde. Nach dieser glänzenden Er-oberung vermehrte Otto seinen Ruhm noch durch einenentscheidenden Sieg über die Ungar n, die Avieder einmalin Deutschland eingebrochen und bis Augsburg vor-gedrungen Avaren. In der Nähe dieser Stadt, auf dem