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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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171
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der während des Interregnums auch die HerzogtümerÖsterreich, Steiermark, Kärnten und K r a i nan sich gerissen hatte, weigerte sich, Rudolf als Königdie Huldigung zu leisten. Rudolf erklärte ihn deshalbin die Reichsacht und besiegte ihn 1278 mit Hilfe des 1278Königs von Ungarn in einer großen Schlacht auf demMarch fei de (nordöstlich von Wien), in welcher Otto-kar selber den Tod fand. Böhmen behielt Ottokars Sohn.

Die österreichischen Lande dagegen gab Rudolf seineneigenen Söhnen zu Lehen und legte damit den Grund zurhabsburgisch - österreichischen Monarchie.Mochte nun auch die Königskrone wieder in andere Händeübergehen, als erbliche Herzoge von Österreich zähltendie Habsburger, die vorher als bloße Grafen hinter man-chem andern Hause weit zurückgestanden waren, fortanzu den mächtigsten Fürsten des Reiches.

3. A d o 1 f v o n N a s s a u (+ 1298), A Ihre c. h t (+ 1308)und Heinrich VII. (+ 1313). — Gerade dies bewog aberdie Kurfürsten, nach Rudolfs Tod nicht dessen Sohn Al-brecht, den Herzog von Österreich, sondern wieder einenbloßen Grafen, Adolf von Nassau, auf den Throu 1292zu erheben. Denn je machtloser der König war, destounabhängiger waren sie. Da jedoch Adolf das Beispielseines Vorgängers nachahmte und sich ebenfalls eineHausmacht zu schaffen suchte, verschworen sie sich schonnach sechs Jahren mit Herzog Albrecht zu seinem Sturzeund entsetzten ihn unter allen möglichen Anklagen. Adolfsetzte sich zur Wehre, verlor aber in einer Schlacht, dieer Albrecht bei Göllheim in der Pfalz lieferte, das 129KLeben, und sein Gegner erlangte die Krone. Gleich seinemVater, war auch König Albrecht rastlos darauf be-dacht, den erblichen Besitz seines Hauses zu mehren, underregte durch seine Ländergier bittern Haß in der eigenenFamilie. Sein Nette .Johann, dem er sein Erbe vorent-hielt, verschwor sich mit einigen unzufriedenen Edel-leuten gegen sein Leben und ermordete mit Hilfe seinerGenossen den König zu Windiseh an der Reuß. Den durch l.sps