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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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188
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nopel. Der letzte Kaiser, der den Namen des Gründersder Stadt führte, Konstantin, tat zur Verteidigung,was in seinen Kräften stand. Doch konnte er nicht hin-dern, daß die Türken die Ringmauer untergruben undweite Breschen in dieselbe brachen. Am fünfzigsten Tageerfolgte der Sturm. Konstantin starb den Heldentod.1453 Unter furchtbarem Gemetzel wurde die Stadt genommenund blieb fortan der Sitz der türkischen Sultane, die vonda aus ganz Europa ihrer rohen Despotie zu unterwerfendrohten.

2. Vertreibung der M a u r e n aus S p a n i e u(1492). — Während der Tslam in der östlichen HalbinselEuropas triumphierte, ging ihm dagegen die westliche,Spanien, verloren. Hier hatte sich hei der Eroberungdurch die Araber ganz im Norden ein kleines christliches. Reich erhalten können. Von da aus waren im Lauf derJahrhunderte die Christen wieder vorgedrungen undhatten das Land in blutigen Kämpfen Stück um Stückzurückerobert. So waren drei christliche Reiche auf derPyrenäenhalbinsel entstanden, Portugal im Westen,Castilien in der Mitte und Aragonie n im Osten.Nur im äußersten Süden gab es noch ein mohammedani-sches Königreich, Granada. Nun vermählte sich der1469 staatskluge F e r d i n a n d, der Kronprinz von Aragonien,mit I s a h e 11 a, der Thronerbin von Castilien, einer durchSchönheit und Klugheit hervorragenden .Frau. Zur Herr-schaft gelangt, nahmen Ferdinand und Lsabella den NamenKönig und Königin von Spanien an und regierten ihreLande gemeinsam. Mit der Vereinigung von Castilien undAragonien zum spanischen Königreich hatte die Todes-stunde für den Tslam auf der Halbinsel geschlagen. Fer-dinand und lsabella eröffneten den Krieg gegen das mau-rische Reich im Süden. Eine Festung um die andere fiel1492 in ihre Hand, zuletzt auch die Hauptstadt Granada.Duldung gegen ihre alten Feinde kannten die Sieger keine.Den Mauren, wie man in Spanien die Mohammedanernannte, wurde nur die Wahl gelassen, entweder auszu-