Aronstab.
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und unten von zahlreichen Stempeln rings um-geben. Da sich diese Gebilde nur in Blüten finden,so haben wir in ihnen also ebenso viele Staub-oder Stempelblüten vor uns. Der Kolben bildetalso — wie oben bemerkt — eine Bliitengemein-schaft oder einen Blutenstand. Den winzigenBlüten fehlt allerdings wie bei zahlreichen anderenPflanzen (Beispiele!) die Blutenhülle. Sie wirdjedoch durch die Blütenscheide, die im Knospen-zustande vollkommen geschlossen ist, hinreichendersetzt.
Der Blütenstand des Aronstabs erinnertuns sowohl in seinem Äußern, als auch in denEinzelheiten seines Baues stark an die Blütender Osterluzei (beweise dies näher!). Wir werdenuns daher auch nicht wundern, daß die Be-stäubung w r ie bei dieser Pflanze durch Mückenvermittelt wird, die eine Zeit lang in der „Kessel-fallenblume“ gefangen gehalten werden. Undzwar ist der Vorgang im wesentlichen derselbe(verfolge und beschreibe ihn!). Im besonderen mußjedoch noch folgendes bemerkt wrnrden:
a) Als Mittel, die Bestäuben anzulocken,dient dem Aronstabe außer der Färbung derBlütenscheide und des keulenförmigen Kolbenab-schnittes ein starker Geruch, der uns zw T arwiderlich erscheint, den Mücken dagegen sicherangenehm ist.
b) Die Honigtropfen, die von denver-trockneten Narben ausgeschieden werden, sowieein Teil des reichlich erzeugten mehligen Blüten-staubes dienen den Mücken zur Nahrung. Außer-dem ist es
c) die (infolge lebhafter Atmung) erzeugteWärme, die die Insekten veranlaßt, in der„Kesselfallenblume“ Unterschlupf zu suchen. DieTierchen finden dort gleichsam ein geheiztes Zim-mer. Wenn wir den Kolben mit der Zunge be-rühren, so empfinden wir die Wärme, oder führenwir ein kleines, empfindliches Thermometer in den„Kessel“ ein, so sehen wir, daß die Temperatur dort um mehrere Grad „höher“als außen ist. (Bei ausländischen Arten erhöht sich die Innentemperatur sogarum 10—20 0 C.)
.JUS
Blutenstand vom Aronstabe.
H. Haarreuse; Stb. Staubblätter;St. Stempel. (Nat. Gr.).