Zur Geschichte der Griechen.
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auch Dich und die Streitkräfte unter Deinem Befehle in einer Schlachtbesiegt habe, so ist das Land mein durch der Götter Gnade. Wer vondenen, die unter Deinen Fahnen mir gegenüberstanden, nicht im Kampfegefallen ist, sondern sich zu mir geflüchtet hat, für den trage ich Sorge;keiner ist ungern bei mir, sondern freiwillig haben sie alle in meinemHeere Dienste genommen. Da ich nun Herr von ganz Asien bin, so ist'san Dir, zu mir zu kommen. Fürchtest Du aber bei persönlichem Er-scheinen eine üble Begegnung von mir zu erfahren, so sende einige DeinerVertrauten, um die erforderlichen Bürgschaften entgegenzunehmen;kommst Du aber selbst, so erbitte Dir Mutter, Weib und Kinder und wasDu sonst noch willst, und Du sollst alles erhalten. Denn was Du Dirvon mir erbittest, das soll Dir gewährt werden, was es auch immer sei.Wenn Du übrigens künftighin Gesandte an mich schickst, so sei dessen ein-gedenk, daß Du sie an den Beherrscher Asiens schickst, und hast Du einenWunsch, so schreibe nicht an mich, als wärest Du meinesgleichen, viel-mehr trage mir, als dem Herrn über all das Deinige, Dein Verlangenvor: wo nicht, so werde ich gegen Dich als absichtlichen Beleidiger ver-fügen. Bestreitest Du aber meine königliche Oberherrlichkeit, so haltestand, wage noch einen Kampf um sie und fliehe nicht, wie denn auchich wider Dich ausziehen werde, wo Du auch sein mögest!
k) Alexander tötet Kleitos.
(IV, 8 und 9.)
Nach der gewaltigen Schlacht bei Gaugamela, die über den Besitz Asiens ent-schied, drang Alexander bis zum Jaxartes vor. Die unvergleichlichen Erfolge steiger-ten sein Selbstgefühl krankhaft; wurde es verletzt, so wallte sein Zorn unbändig auf.Einem solchen Zornesausbruche fiel auch Kleitos zum Opfer. Arrian berichtet darüber:
Bei einemTrinkgelage hätten einige derAnwesenden ausSchmeicheleigegen Alexander — wie bekanntlich dergleichen Leute von jeher die Königeverdorben haben und nie aufhören werden, ihrer Sache zu schaden —nicht nur den Polydeukes und Castor für durchaus unwürdig erklärt, mitAlexander und Alexanders Taten eine Begleichung auszuhalten; sondembeim Trunke hätten sie nicht einmal den Herkules verschont, vielmehrgesagt: es stehe eben die Mißgunst den Lebenden im Wege, so daß ihnenvon ihren Zeitgenossen die verdienten Ehrenbezeigungen nicht erwiesenwürden. Kleitos aber, unverkennbar längst schon gegen die immer mehrder Barbarenweise sich zuneigende Umwandlung Alexanders und dieReden seiner Schmeichler aufgebracht und jetzt gleichfalls vom Weineerhitzt, habe es nicht dulden wollen, daß man die Gottheit beschimpfe,die Taten der alten Heroen verkleinere und so Alexander eine Gefällig-keit erweise, die keine sei: denn es seien ja Alexanders Taten nicht so großund wunderbar, als jene sie darstellten; wenigstens habe er sie nicht alleinvollbracht, vielmehr seien sie größtenteils das Werk der Makedonier.Diese Worte, sobald sie ausgestoßen waren, verdrossen Alexander nicht