Band 
III. Teil.
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Zur Geschichte der Griechen.

wenig. Auch ich kann solche Äußerungen nicht billigen: vielmehr erachteich für geeignet, bei derlei Zechhändeln für seine Person sich still zu ver-halten und nicht durch Teilnahme an fremder Schmeichelei in dengleichen Fehler zu verfallen. Als nun einige auch auf Philipps Tatenzu sprechen kamen und gegen alles Recht und Billigkeit, um sich gleich-falls Alexander gefällig zu machen, behaupteten, Philipp habe nichtsGroßes und Bewundernswürdiges getan, da sei Kleitos vollends außersich geraten und habe Philipps Taten erhoben und Alexander und seineTaten herabgesetzt. Unter anderen Schmähungen, die er jetzt in derTmnkenheit gegen Alexander ausstieß, habe er ihm insbesondere mitvielen Worten vorgehalten, daß er ihm ja seine Rettung in dem Reiter-treffen zu verdanken habe, das am Granikos gegen die Perser vorfiel,wobei er sogar seine Rechte prahlerisch ausgestreckt und ausgerufen habensoll: „Diese Hand ichs, Alexander, welche dich damals gerettet hat." Jetzthabe Alexander den trunkenen Übermut des Kleitos nicht länger aus-gehalten, sei vielmehr voll Zorn gegen ihn aufgespmngen, jedoch vonsämtlichen Zechgenossen noch zurückgehalten worden. Allein Kleitos habemit seinen Schmähungen nicht nachgelassen und Alexander jetzt unterlautem Geschrei seine Schildträger herbeigerufen. Wie aber keiner ge-horchen wollte, habe er geäußert: er sei jetzt in gleicher Lage mit Dareios,als dieser von Bessos und seinen Genossen gefangen fortgeschleppt wordensei und nichts mehr als den Namen eines Königs übrig gehabt habe.Deshalb seien seine Vertrauten nicht länger imstande gewesen, ihnzurückzuhalten: vielmehr habe er aufspringend nach einigen einem seinerLeibwächter die Lanze, nach anderen einer der Wachen den Spieß ent-rissen und damit den Kleitos niedergestoßen. AristobulZ hingegen gibtzwar nicht an, woraus die Zechhändel sich entsponnen haben, mißtaber dem Kleitos allein die ganze Schuld bei: denn wie Alexander vollZorn gegen ihn aufgesprungen, um ihm den Garaus zu machen, sei erzwar von dem Leibwächter zu den Toren hinaus über Wall undGraben der Burg, wo die Sache vorfiel, fortgeführt worden, habe sichaber nicht halten können, sondern sei wieder umgekehrt und auf Alexander,wie dieser eben seinen Namen ausrief, mit den Worten getroffen: „Hierist ja Kleitos, Alexander!" und in demselben Augenblick sei er mit einemStoße des Spießes entseelt niedergestreckt worden.

Auch ich tadle den Kleitos höchlich wegen des übermütigen Benehmensgegen seinen König; Alexander aber bedaure ich wegen seines Miß-geschicks, daß er sich bei diesem Vorfall von zwei Übeln überwältigtzeigte, da doch ein besonnener Mann sich auch nur von dem einen der-selben nicht sollte überwältigen lassen, vom Zorn und von der Zanksucht

Die Züge Alexanders sind von mehreren seiner Begleiter beschrieben worden:von Aristobulos, Kallisthenes, einem Neffen des Aristoteles, und dem Feld-herrn Ptolemäos. Nearchos berichtet über seine im Auftrage Alexanders unter-nommene Flottenexpedition.