Zur Geschichte der Griechen.
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bekannt, daß er die durch Alter oder Verstümmelung zum Kriegsdienstuntauglich Gewordenen vom Heere entlasse und in ihr Heimwesen zurück-sende, sie aber bei ihrem Abzüge mit Gaben bedenken wolle, die sie denenzu Hause beneidenswerter machen und die übrigen Makedonier er-muntern sollten, an denselben Gefahren und Beschwerden bereitwilligteilzunehmen. Alexander äußerte sich so natürlich im Glauben, seinenMakedoniern damit etwas Angenehmes zu sagen; allein diese, in derMeinung, sie seien bereits von Alexander hintangesetzt und würdenüberhaupt für untauglich zum Kriegsdienste von ihm angesehen, ärgertensich wiederum nicht ohne Grund über diese von Alexander gesprochenenWorte, da sie auf diesem ganzen Kriegszuge bereits über vieles andereärgerlich geworden waren. Oft schon betrübte sie ja die darauf hin-weisende Persische Tracht und die Ausrüstung der asiatischen Nachkommennach makedonischer Weise, sowie die Aufnahme der ausländischen Rei-sigen in die Reihen der Gefolgsleute. Daher konnten sie es nicht über sichgewinnen, sich schweigend zu Verhalten; vielmehr forderten alle ihrenAbschied und hießen ihn allein mit seinem Vater ins Feld ziehen, womitsie höhnisch auf Ammon anspielten. Kaum hörte dies Alexander —er war nämlich damals reizbarer und infolge der von den Asiaten ihmdargebrachten Huldigungen nicht mehr so nachsichtig wie früher gegendie Makedonier —, als er mit den Befehlshabern in seiner Umgebungvon der Rednerbühne herabsprang und die Haupträdelsführer der Mengeergreifen ließ, wobei er selbst mit der Hand seinen Schildträgern diebezeichnete, die sie festnehmen sollten; deren waren es gegen dreizehn.Diese ließ er denn zur Hinrichtung abführen, und als die übrigen be-stürzt schwiegen, betrat er abermals die Rednerbühne und sprach also:
„Nicht um euern Ausbruch in die Heimat zu hintertreiben, willich jetzt zu euch reden; denn meinetwegen wenigstens könnt ihr gehen,wohin ihr wollt, sondern damit ihr einsehen lernt, wie ihr zum Dankfür unsere Verdienste um euch bei eurem Abzug euch gegen uns be-nehmt. ..."
Alexander zählt zunächst die Verdienste seines Vaters auf; dann fährt er fort:
„Dies sind die Verdienste, womit mein Vater bei euch begonnenhat, groß an und für sich selbst betrachtet, klein im Vergleich mitden meinigen. Ich überkam von meinem Vater nur wenige goldeneund silberne Trinkgesäße und nicht einmal sechzig Talente im Schatze,dagegen eine von Philipp angehäufte Schuldenlast im Betrage vonnahezu fünfhundert Talenten;^ dazu entlehnte ich selbst noch weitereachthundert, brach dann aus dein Lande auf, das nicht einmal euch selbstgut nährte, und öffnete euch unverweilt den Weg über den Hellespont,obgleich damals die Perser das Meer beherrschten. Siegreich im Reiter-treffen gegen die Statthalter des Dareios, vereinigte ich ganz Jonien,ganz Äolis, beide Phrygien und Lydien mit euerm Reiche und bekamMilet durch Belagerung in meine Hand. Alles, was sich mir sonst noch