Band 
III. Teil.
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Zur Geschichte der Griechen.

freiwillig unterwarf, nahm ich und gab es euch, damit ihr die Früchte davongenießen könnt. Auch die Schätze von Ägypten und Kyrene, die ich ohneSchwertstreich gewann, kommen euch zugute; Palästina und das Landzwischen den Flüssen ist euer Eigentum; Babylon und Baktra und Susa,auch Lydiens Reichtum und Persiens Schätze, sowie Indiens Güterund das Äußere Meer sind euer; ihr seid die Statthalter, ihr die Heer-führer, ihr die Hauptleute. Denn was ist mir selbst von allen diesen Be-schwerden geblieben als dieser Purpur und dieses Diadem? Ich besitzenichts für mich; auch kann niemand Schätze in meiner Hand ausweisenals diese, die eure Besitztümer sind oder die alle für euch aufbewahrtwerden. Habe ich doch nichts für meine Person, wozu ich sie aufbewahrensoll, — ich, der ich gleiche Speise mit euch und mit euch gleichen Schlafgenieße, wiewohl ich nicht einmal so gut zu speisen glaube wie die Wol-lüstlinge unter euch: nur so viel weiß ich, daß ich für euch wache, damitihr ruhig schlafen könnt.

Aber freilich habe ich dies unter Beschwerden und Drangsalenvon eurer Seite erworben, während ich selbst ohne Beschwerde undDrangsal an eurer Spitze stand. Wer von euch ist sich bewußt, daß ermehr für mich als ich für ihn ausgestanden habe? Wohlan denn, wervon euch Wunden hat, der entblöße und zeige sie auf, dann will auch ichan meinem Teile die meinigen aufzeigen. Ist ja mir wenigstens an denVorderteilen des Körpers kein Glied unverwundet geblieben. Auchgibt es keine Handwaffe und kein Wurfgeschoß, wovon ich nicht Spurenan mir trage: vielmehr bin ich mit dem Degen im Handgemenge ver-wundet, bin mit Pfeilen schon geschossen und aus Wurfmaschinen ge-troffen, wie mit Steinen oftmals und Holzstücken verletzt worden. Füreuch und euern Ruhm und euern Reichtum führe ich euch siegreich durchalle Länder und Meere, über alle Flüsse und Berge und alle Ebenen...Ferner, wer Schulden hatte — dem habe ich sie bezahlt, ohne viel danachzu fragen, wozu sie gemacht wurden, da ihr doch so hohen Sold erhieltetund so viele Beute machtet, so oft es infolge einer Belagerung zumPlündern kam. Goldene Kränze haben die meisten von euch, unsterblicheDenkmale eurer Tapferkeit, sowie meiner ehrenden Anerkennung. Aberauch wer im Kampfe gefallen ist, dessen Ende war ruhmvoll, dessen Be-stattung glänzend: von den meisten stehen eherne Bilder daheim; ihreEltern sind hochgeehrt und frei von jeder öffentlichen Leistung und Ab-gabe; denn fliehend hat keiner von euch unter meiner Führung geendet.Und nun wollte ich die zum Kriege Untauglichen von euch als Gegen-stände des Neides für die daheim entlassen; doch da ihr alle fortgehenwollt, so geht alle fort; und wenn ihr heimkommt, so erzählt alsbald,daß ihr euern König Alexander verlassen und ihn dem Schutze der be-siegten Asiaten überantwortet habt! Solche Meldung wird euch vonMenschen vielleicht Ruhm, von den Göttern sicherlich Vergeltung eurerFrömmigkeit eintragen! Geht!"