Band 
III. Teil.
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L. Griechische Geschichte.

Land und Volk^).

s,) Beziehung zwischen Landesnatur und Eigenart des Volkes.

Ein glücklicher Umstand war es, daß in ein Land voll mannig-facher Schönheiten ein Volk einzog, das mit den herrlichsten Gabendes Geistes und Körpers geschmückt war. Angeregt durch die Naturdes Landes, entwickelte sich das Volk der Griechen zu einem Volkeder Kunst, der Philosophie und der Freiheit, freilich aber auchpolitischer Zerrissenheit. Unter den Stämmen traten in derUrzeit die Achäer, in der späteren Zeit die Jonier, die Dorierund die Äolier hervor. Der Gesamtname „Hellenen" kam erstum 600 auf; die Bezeichnung 6lrasol stammt von den Römern.

b) Mythologie (in der endgültigen Gestaltung durch Homer undHesiod).

Die griechische Religion zeigt in ihrem Reichtum und ihrerSchönheit den künstlerischen Geist des Volkes, in ihren Wider-sprüchen, insbesondere in den den Göttern selbst anhaftenden sitt-lichen Schwächen die Unvollkommenheit menschlicher Religions-schöpfung.

a) Die Göttergeschlechtsfolgen. Sie sind der Ausdruck für diefortschreitende Bewältigung der Naturkräfte und die Vergeisti-gung der Götter.

1. Aus dem Chaos entstand die Erde (Gäa), die den Raum in Ober-welt und Unterwelt (Tartaros) teilte, ferner den Himmel (Uranos)gebar und dann als seine Gemahlin Mutter der Titanen, Kyklopen undder hundertarmigen Riesen wurde. Uranos aber haßt seine Kinder, dieTitanen, und wird darum vom jüngsten, Kronos, gestürzt.

') S. Schmieder, Lektüre zur Geschichte des Altertums: Land und Volkder Griechen von E. Curtius.