Band 
III. Teil.
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Der Orient.

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US. Eine eigenartige arische Kultur entwickelten die arischen Inder.(Hindu). Ihre größte Kulturleistung ist die herrliche Sanskritsprache mitihrer reichen Literatur (die Bedas, heilige Bücher: alle Arten Dichtung; Philo-sophie, Mathematik, Grammatik und andre Wissenschaften). Die herrschendeReligion ist der Brahmanismus. Unter Brahma, dem obersten Gott, derauch als Schöpfer mit Wischnu, dem Erhalter, und Siwa, dem Zerstörer, ineine Dreiheit vereint wird, stehen zahlreiche Volksgötter. Der Buddhismus,von Buddha, einem Prinzen im 6. Jahrh. v. Chr., begründet, ist ursprünglich philo-sophische, götter-, dogmen-, Priester- und zeremonienlose Reaktion gegen denin Kastenwesen und Werkheiligkeit veräußerlichten Brahmanismus. Als Mittelzur Erlösung vom Elend des Seins zum Nichtsein (Nirwana) lehrt er Sinnes-reinheit und Nächstenliebe. Auch der Buddhismus entartete zu Götzendienst,indem man nach dem Tode des Stifters dem nun selbst als Gott verehrtenBuddha das brahmanische Götterheer unterstellte. In dieser entarteten Gestalthat sich der Buddhismus, aus Vorderindien verdrängt, über Mittel- und Ost-asien verbreitet.

Eine noch eigenartigere Kultur entstand im Tiefland der Ströme Hoanghound Jangtsekiang: die Kultur der Chinesen, die wenigstens zweitausend Jahrev. Chr. zurückreicht.

Aufgaben: 1. Stelle eine synchronistische Tabelle der Hauptereignisseder alten orientalischen Geschichte auf!

2. Was verdankt unsre Kultur den alten orientalischen Völkern?

3. Welche Ursachen führten zur Auflösung der alten orienta-lischen Reiche?

Schmieder, Quellen zur Geschichte des Altertums.

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