Griechische Geschichte.
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solcher Sänger scheint Homer gewesen zu sein, unter dessen Namendie unvergleichlichen Epen Mas und Odyssee gehen. Beide sindjedenfalls in Jonien (Kleinasien) entstanden als poetischer Aus-klang der Heroenzeit und haben im wesentlichen ihre gegenwärtigeGestalt in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts erhalten.Sie sind ein Spiegel des griechischen Lebens im 11.—9. Jahr-hundert. — Hesiod verfaßte im 8 . Jahrhundert die Theogonie (Ent-stehung der Götter) und das Gedicht „Bon der Arbeit".
Im 7. Jahrhundert begann die Lyrik (von Lyra, der sieben-saitigen Leier, neben der auch Flöte und Kithara im Gebrauch waren)aufzublühen. Lyriker waren Tyrtäos (Elegien, d. h. Gedichte mitHexametem und Pentametern im Wechsel), Arion, Anakreon,der Dichter feinsinnlichen, vergeistigten Genusses, Sappho, die„lesbische Nachtigall", die drei letzten im 6 . Jahrhundert. Als Fabel-dichter galt Äsop (vor 600). In das 6 . Jahrhundert fällt auch derAnfang des Dramas; als erster Trauerspieldichter wird Thespisgenannt.
d) Philosophie. Die Geburtsstätte der Philosophie — wie ja auch dergriechischen Dichtung — ist das griechische Kleinasien (Jonien).
Die Philosophen beschäftigten sich zunächst mit den Fragennach dem Ursprünge der Welt und dem Wesen der Dinge.
a) Ionische Schule. Stifter: Thales aus Milet, der Vaterder Philosophie, um 600. Das Grundelement (der Urstoff, dasPrinzip) war nach ihm das Wasser. Thales ist einer der siebenWeisen des Altertums, die, noch keine eigentlichen Philosophen,die Summe ihrer Lebenserfahrung in kurzen Kernsprüchenniedergelegt haben. Sein Wahlspruch: „Erkenne dich selbst!"Spruch des Mas: „Alles meine trage ich bei mir". SpruchSolons: „Nichts übertreiben!"
/S) Pythagoreische Schule, begründet von Pythagoras (ausSamos unter Polykrates) zu Kroton in Unteritalien. DasWesen der Dinge, so lehrten die Pythagoreer, ist lediglich durchZahlen bestimmt, die Zahl ist das Wesen der Dinge. (Pytha-goreischer Lehrsatz. „Er hat's gesagt!")
7 ) Eleatische Schule, nach der Stadt Elea in Unteritalien be-nannt. Lehre: Das einheitliche Merkmal aller Dinge bei allihrer Verschiedenheit ist dies, daß sie sind; dies Sein allein istwirklich; Vielheit und Werden sind nur Schein.
sJm Gegensatz zu den Eleaten stellte Heraklit der Dunkle(im 5. Jahrhundert) als Prinzip das ewige Werden der Dingeauf („Alles fließt". „Der Streit ist der Vater der Dmge".)j