Der drittewird von dezweyten be-wegt: Derzweyte abervon dem ersteregiert.
Seil. 20.
Gott hat in *dispositio vnAnordnungder Ding / dieedelste allezeitin de höchstenGrad gesetzt.
Alle anima o-der Seelensollen zu dereintzigen See-len der Weltgezogen wer-den/gleichwie auch allePlaneten zuder Sonnen/als jhrem Re-genten vndKönig.
Die Sonnerleuchtet al-les vnd ist derMenschlicheWeißhcitFerment.
_ QSWALDI CROLLII _
mentarische Welt od in die Gegend der vier Elementen/da dan die letzteVollstreckung deß Befelchs vnd Willens Gottes (wie die Hebreer reden) wirdverrichtet. Gott aber hat einem jeden auß diesen Gegenden eine Gleichheitseiner Göttlichen Allmacht vnnd nicht zwar zu dem Ende mitgetheylt/daß sieihm / als jhrem Schöpffer sollen gleich vnnd ähnlich seyn / vnd als wann einjede für sich selbst mächtig genug wer / alles zuthun vnd zumachen / was siewoll: sondern damit solche Effigia oder Bildnussen gleichsamb Vorbildungenweren/ so die Göttliche Essentz oder Wesen zeygen/ vnd durch welche Gottder Allmächtig sein Gewalt vnd Macht vor Augen stellt / wie der ApostelPaulus in der erste an die Römer bezeuget: Gott hab den Heyden oder Völ-kern sein vnsichtbahr Wesen / das ist / seinen unendlichen Willen vnnd Gott-heit durch seine werck offenbahr gemacht/nemblich in Erschaffung der Welt.In dem Archetypo sind die Idee vnd diuine Dignitates oder GöttlicheWürden Gottes. In die Mundum Intellectualem, hat er die Engel oderIntelligentes verordnet: In den Mundum caelestem oder diese empfind-liche Welt aber das Primum mobile, oder wie andere davon reden/ diezweyte Bewegung nach den Engeln / als die erste Corporalische Creatur vndQuell alles Lebens vnnd Bewegung. In diese Himmlische Gegendt aberhat er die Sonn / als den König vnd Regenten aller Stern vnd die Quelldeß Liechts gesetzt. Dann es wohnet die Seele der Welt oder die mittlereNatur fürnemblich in d' Sonnen / als welche die gantze Kugel der Sonnenerfüllt / jhre Strahlen allenthalben gleich als einen Spiritum oder Geist durchalle Ding außspreitet / dem ganhen Vniuerso seine Empfindlichkeit vnd Be-wegung mittheylt vnd alle Entia durchwandert. Vnd sich demnach in derSonnen alle Kräffte der Natur / gleich als in einem Receptaculo oder Brun-nenquellen / so jmmer fleust/verborgen. Vnd gleich wie in dem MenschlichenLeib das Hertz die Brunnquell ist deß Spiritus vitalis, vnd Geblüts / so allenGliedern die Bewegung zusampt dem Leben mittheylet / also spreitet auch dieSonn / als das Hertz deß Firmaments / vnd aller Elementen Herr jhreKräfften durch die gantze Natur auß vnd geust jhnen dieselbige durch dieStralen ein. In das Golt/ als den Mundum Elementarem, als einemSubiecto oder Wohnüg / kommen vnd fliesten alle Elementalische Himm-lische vnd vber Himlische Kräffte zusammen / nach dem sie nemblich von dervber Himmlischen vnnd Himmlischen Jnfluenh in die elementalische Weltherabfallen / werden demnach in demselbigen beysammen erhalten vn gleich-samb beschlossen. Dann der aller geheymbste Himmlische Geist deß Golds
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