BASILICA CHYMICA, cum Notis Hartmannigibt allen Creaturen der gantzen Welt das Leben / Wesen vnnd Substantz/vnnd trägt demnach in diesem das Ebenbild Gottes sehr nahe bey sich. Ebendieser Geist wird in dem Himmel durch seine Bewegung vnd Krafft allent-halben außgespreytet. In der Erden aber vn sonderlich in desselbige mittelstencentro in die Enge zusammen gezogen / bekompt demnach daselbst eine Dickevnd wird gleichfamb in deren Dinge Substantz incorporjert / welche auß demcemro der Erden herkommen vnd entspringe. In den Metalln wird er gantzeingeschlossen vnd figiert. Vnd dieses noch mehr vnd besser zuerklären / soist zuwissen / daß wann der Circkel der Sonnen in dem Firmament herumbbewegt wird / vnd dieselbige die Strassen der Himmlischen Reyse / (da sienemblich in der Planeten vnnd anderer Sterne Häusern einkehrt / sintemaldurch jhre Leytung alle Planeten werden bewegt) durchwandert/ so werdensie durch die Gegenwart conjungiert vnnd durch die Zusammenkunfft noch nichtgeplaget / sondern durch die liebliche Cojunction oder Zusamenkunfft erfrewer /in dem sie nemblich jhre Kräffte stärcken / vnd die Würckungen / so sie in derLufft haben / auffgemundert / (mit dem Marte nemblich die Wärmbde vnndmit dem Saturno die Kälte) vnd geust also einem jeden sein Lischt / Leben vndBewegung biß in die aller tieffste Qrth der Erden ein. Dannenhero sie dannvon dem Heraclyto ein Brunn deß Himmlischen Liechts / von de Orpbeoein Lischt deß Lebens vnd Auge der Welt oder lebendigmache des Auge desHimmels wird genennt / welches allen Dingen jhre Wärmbde / Liecht vndLeben mittheylet. Die Natur deß eusserliche Fewers ist / daß es alle verbor-gene Fewer lebendig macht: Also ist die Sonn von Gott dem Allmächtigenzu diesem Ende in die Welt verordnet / daß sie alle verborgene vnd still liegendeFewer anzünde / neblich die Sphteras oder Circkel der Planeten / welche wirnicht sehen: Dann an sich selbsten sind dieselbige tod: Wann sie aber werdenangezurwet/ so sind sie lebendig vnd verrichten jhre Eygenschafften vnd sonder-dahre Geschafft. Von dem Patacelfo wird die Sonn ein spiraculum oderthem deß Lebens der Elementen genennt: Vom Platone Zoroastro einHimmlisch vnd vnvberwindlich Fewer. Dann als der Vatter deß Liechts denI** neg ^Mrs außgesendet/ vnnd dasselbige erstlich der Sonnen vndandern Corpern deß Firmaments mitgetheilet / ist solches von bannen durchMrttel Instrumenten auch in dieses vnser Fewer geflossen: Vnnd werden auffsolche weise aller Planeten Kräffte vnd Würckungen in der Sonnen gefunden.Vnnd sagt demnach Iamblichus nicht vnrecht: Was wir gutes haben / dashaben wir von der Sonnen / entweder von derselbigen allein / oder von jhr
Die Gewaltder Sonnenerscheinet son-derlich in denSteinen dandemnach in ei-ens jeden na-türliche Ding\\)X Sprit us^ugegen / alswird er in deGold vndStein wel-cher der wür-ckenden Na-tur in jhremMangel zu-hülff kompt/
| vielmehrseyn.
DerowegrnParacelfus d;Gold nit vn-billtch in drey-erley vnter-cheydet.
Die Metallhaben den vn-tersten Orthdeß Circkelsjnnen/vndliegen in derMitte der Er-den verborgen.
Die Sonnempfangt vvniemand jch-tes / sondernbrennet vndleuchtet allen/>vnd wird al-lein von Goiregiert.
43