_ BASILICA CHYMICA, cum Notis Hartmanni _
Folget deß Auri potabilis fmnem Proceß / welchen ich als ein sonder-dahre empfangene Gab den Studiosis Chymiae (wie auch alles andere / zwarvmb sonst / jedoch von mir selbsten nicht probiert) mittheyle vnd verehre.
Nimb deß Harns eines gesunden Menschen / der zu seinem Getränckanders nichts / als Wein gebraucht / bey ro. Maß / laß denselbigen in et-lichen gläsernen Kolben so lang in dem Balneo destilliern / biß so viel Phlegmahinweg komme / daß von den zwanhig Massen nur ein Maß t vberbleibt dieherab gezogene Phlegma würff Hinweg das verbliebene schütt zusammen /laß in einem Sank destilliern / das Fewer letzlichen starcken vnd genugsambvermehren: Das destillirte vermisch mit dem destillierten Spiritui # was von©asij auff dem Boden liegen blieben / das thu hinweg / so bekompstu deßstinckenden destillierten Spiritus fast ein gantze Maß. Denselbigen laß ineinem Bahieo rektificiern / mit Behaltung deß vorigen vierdten Theyls / alswelcher starck vnd besser: vnd Abschaffung deß letzten. Nachmals geuß soviel Regen oder frisch Brunnenwasser vber den auffgehohenen Spiritum, daßes denselbigen in vierfacher Maß vbertreff oder bedeck / füge einen Recipientehinan / vnd laß es also / biß sawre Tropffen herauß fiiessen / destillieren /alsdann gieß widerumb ein mal Regen oder Brunnenwasser / wie zuvor hinzu/laß abermal destilliern / biß keine Säwere mehr erfolgt / alsdann laß vondem destilliern ab. Es kompt der Spiritus deß Harns zum ersten her auß vndwst das Regenwasser mit Gestanck zurück. Dieses Spiritus Vrinae nimb ein/ deß besten gebrannte Weins / gleich so viel / laß mit einander ver-wrscht acht Tag vnd Nacht in einer gelinden Wärmbde stehen / nachmahlsestllllern / biß sich beyde Spiritus mit einander coaguliern. Vnnd also ister pintus deß Harns zu dieser Arbeit bereytet. *
. wlrd aber nunmehr auch das Oleum Salis erfordert / dessen Prae-Pam £ sich also vorfielt.
. . ^"Mb deß zergangenen oder zerschmoltzenen Salhes so viel du will / laßln einer ^rrdenen wolverbundenen Retorta mit eine genugsam grossen Reci-prenten / an den Fugen allenthalben wol verwahret destilliern / dann wanndas Saltz im Fliesten y stehet / so fallen die Spiritus in den Recipienten:Oder wann du es mit Laymen verrichtest / mag man Wasser in den Reci-pienten thun / auff daß sich die herauß gefolgte Spiritus desto eher damit ver-mischen. Mann muß aber den gemelten Spiritum vor dem Gebrauch vberdem frisch zerlassenen Saltz etlich mal rectificiern / damit er zu diesem ^schäfft desto stärcker werde: Sintemal er für sich selbsten sehr schwach. 2
Oleum Salis
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