Anmerkungen
Pyrophore und stellte auch Theorien über die Grundstoffe der Körper, über Schwefel usw. auf. Hom-berg gebrauchte damals das Wort Schwefel noch im Sinne der alten Chemiker (s. Note 33), indemer den verbrennlichen Bestandteil der Körper für „schwefelig“ hielt. Unter seinen vielen Abhand-lungen seien mit Bezug auf unser Thema nur erwähnt: „Du soufre principe“ (1705), „Sur les ma-tteres sulfureuses etc.“ (1710), „Sur la force de la furniere pour presser et pousser“ (1708), wobeier glaubte, durch den Stoß der mit einer Sammellinse konzentrierten Sonnenstrahlen leichte Sachendurch Lichtwirkung in Bewegung setzen („pressen und stoßen“) zu können. Homberg nahmübrigens keinen bemerkenswerten Einfluß auf die Fortschritte der Photochemie seiner Zeit.
48 Beccarius hatte ungefähr gleichzeitig mit Dufay entdeckt, daß einige Diamanten starkphosphoreszieren. Eine Wöchnerin, die er besuchte und deren Zimmer sehr dunkel war sah, daßder Diamant, den Beccarius in einem Ringe am Finger trug, ungewöhnlich stark glänzte. Dies gabihm Anlaß, denselben genauer zu untersuchen und er fand seine Eigenschaft „Licht an sich zuziehen und später im Dunkeln wieder abzugeben“ (1734). Später fand er, daß der Diamant seinePhosphoreszenz im Dunkeln allmählich verliert, aber der Rest des Phosphoreszenzlichtes durch Er-wärmen zum starken Aufleuchten gebracht werde. Er kühlte einen belichteten Diamanten in kaltemWasser und fand, als er ihn darauf in den Mund nahm, daß er hell aufleuchtete. Beccariusbeobachtete auch, daß belichteter Bononischer Leuchtstein hinterher beim Erwärmen stärker auf-leuchtet als der kalt gehaltene Leuchtstein. Auf diese im Jahre 1750 in den Berichten der Bolog-neser Akademie erschienene Abhandlung des Beccarius ist in unserem Texte der Quellenschriften(Seite 149) Bezug genommen. (Vergl. auch Seite 85.)
Zur Quellenschrift von Carl Wilh. Scheele.
49 Es ist hier der Versuch von Schulze gemeint; jedoch nennt Scheele diesen Namen nicht.
50 Silbererde oder Silberkalk ist nach der von Scheele angegebenen Darstellungsweisedieses Präparates kohlensaures Silber und nicht Silberoxyd, wie man häufig annimmt.
51 Weinsteinalkali = Kaliumkarbonat (vgl. Anm. 16).
52 Quecksilberkalk = Quecksilberoxyd.
53 Edulcorieren, aussüßen, soviel wie auswaschen.
64 Menstrum = Lösungsmittel (s. Anm. 38).
55 Meersalzsäure — Salzsäure (Chlorwasserstoffsäure).
66 Es ist hier eine Lösung von Gold in Königswasser, also Chlorgold, gemeint.
57 Luftsäure = Kohlensäure.
68 Residuum = Rückstand.
59 Flüchtiger Schwefelspiritus = schwefelige Säure (Schwefeldioxyd).
60 Feuerluft nannte Scheele das Sauerstoffgas, weil es die Feuerbildung (Verbrennung) her-beiführt.
61 Kalk der Metalle, in der Regel soviel wie Metalloxyde. Jedoch bezeichnet Scheele auchdas Chlorsilber als „Silberkalk“.
62 Kupfererde == Kupferoxyd.
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