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Historische Uebersicht.
willigung ertheilt wird, zu seinem Gute Mitteregg einenGrund in der landesherrlichen Frei, die an seinen Gärtengrenzte, einzufangen. Zufolge dieser Erlaubnis ging einStück Grund samt Thermalquelle in das Eigentum derStraubinger über. An der Stelle dieses Gasthauses wurdedas heutige Hôtel Straubinger( 1839) erbaut.
Im Jahre 1608 finden wir also zuerst diesen Namen,der mit Gasteins Emporblühen so eng verbundenen, ver-dienstvollen Familie Straubinger. Ausser Straubinger's gabes damals nur noch die Häuser Mitterbad( an Stelle desalten Badspitals, heute„ Gasteinerhof"), Payrinn oderKrämer, Ulrich Metzger in der Höll, und Framminger oderGrabenwirt.
Von diesem Zeitpunkte ab nimmt Gastein als Kurortan Bedeutung zu, und an Stelle der in höchster Blüte ge-standenen Bergindustrie tritt die Fremdenindustrie. Ver-schiedene hohe Persönlichkeiten kamen zum Kurgebrauchenach dem Wildbade Gastein , namentlich die Erzbischöfevon Salzburg.
Ein besonderer Gönner Gasteins war der ErzbischofHieronymus, welcher im Jahre 1790 zum Badegebrauchehierher kam. Er liess im Jahre 1791 den Regulierungsbauder Ache beginnen, welcher dann( 1827-1847) durch dieösterreichische Regierung beendet wurde. Im Jahre 1791beschloss dieser Kirchenfürst, ein eigenes Haus in Gastein zu bauen, und so entstand das Badeschloss. Zur selbenZeit liess er auch den schon schadhaften Holzdamm, welcherunter der Schreckbrücke beim Wasserfall zum Schutze derHäuser Gasteins bestand, durch einen festen, gemauertenDamm ersetzen.
Der damals lebende Anton Straubinger überliess demErzbischof den Baugrund zum Badeschloss unentgeltlich;auch trat er ihm Thermalwasser von seiner Quelle ab.
Im Jahre 1807 ging das Badeschloss in den Besitz desLandes Salzburg über, und seit diesem Zeitpunkt wohnen