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Bad Gastein / nach den neuesten Hilfquellen bearb. von Carl Gager
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Naturgeschichtliches.

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abends von den Bergen herabsinkenden kalten Luftstromvom Thale ab.

Die günstige Lage Badgasteins, die oben erwähnten, inhygienischer Beziehung vorteilhaften klimatischen Verhält-nisse, die Staubfreiheit des Thales, das vortreffliche Hoch-quellen- Trinkwasser, die ausgezeichnete Canalisation unddie günstigen Bodenverhältnisse erklären es zur Genüge,dass epidemische Krankheiten in Gastein eine Seltenheitsind, und die Sterblichkeit eine geringe ist. Der Gesund-heitszustand der Bevölkerung ist also im allgemeinen eingünstiger, und Leute zwischen 70 und 90 Jahren sind hierkeine Seltenheit.

Gastein hat demnach nicht blos wegen seiner be-rühmten Thermen als Badeort, sondern auch als Höhen-und Luftkurort eine hervorragende Bedeutung.

Schon im April ist das Gasteinerthal bis auf die Höhevon 1580 m( 5000') vollkommen schneefrei, und es werdenselbst noch in der zweiten Hälfte des September Tempe-ratur- Maxima von+ 19-20° R. beobachtet; daher ist derKuraufenthalt vom 15. April bis Mitte Oktober sehr gutmöglich.

III. Naturgeschichtliches.

Das in den Centralalpen liegende Gasteinerthal hatdreierlei ineinander übergehende Gesteinformationen, denCentralgneis, die Schieferhülle und die RadstätterTauerngebilde.

Der Centralgneis, aus Granitgneis oder Gneisgranitbestehend, verbreitet sich über die Thäler Gastein, Rauris und Fusch und trägt am Hochnarr, Ankogl, auf der Gold-zeche und Hochalpenspitze, am Schareck etc. ausgedehnteGletscher. Das fächerförmig gelagerte Gneiscentrum reicht

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