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Darstellung der Untersuchungen und Maassregeln, welche in den Jahren 1835 bis 1838, durch die Einheit des Preussischen Längenmaasses veranlasst worden sind / von F. W. Bessel
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§. 8. Beschaffenheit des Originals des Preufs. Längenmaafses. 43

des Schraubenkopfes e dienenden Schlüssel mit einem Zeiger, welcher dieGröfse der jedesmaligen Drehung auf einer eingetheilten Scheibe (Taf. IIIFig. 16) angab, und da man den Werth eines Schraubenganges kannte, auchzeigte, wieviel man drehen mufste, um eine Veränderung von beabsichtigterGröfse heivorzubringen. Die Berichtigung der Länge des Etalons bis aufeinige Tausentel einer Linie war sehr leicht; ihre weitere Fortsetzung wurdezeitraubend, da man, je näher man der beabsichtigten Länge schon gekom-men war, desto sorgfältiger und öfter wiederholt messen mufste. Indessengewährte Hrn. Baumanns unausgesetzte Hülfe bei diesen Versuchen ihnenden gewünschten Erfolg. Hr. Oberbergrath Schaffrinslä war, auf meineBitte, von der hohen Königl. Verwaltung für Handel, Fabrication und Bau-wesen, beauftragt worden, die Versuche zur Berichtigung des Etalons durchseine Gegenwart zu unterstützen. Wir überzeugten uns gemeinschaftlichvon dem äufserst nahen Gelingen einer letzten Berichtigung, und veranlafs-ten darauf Hrn. Baumann, den hervorstehenden Band auch des zweitenEndes des Etalons wegzuschneiden. Beide Enden wurden nun vollkommengleich, und das Etalon war in dem Zustande, in .welchem es bleiben sollte.

Ich darf nicht unerwähnt lassen, dafs die Kegel von Sapphir vonHrn. Oberbergrath Schaffrinslü geschliffen worden sind, welcher die Kunstund die Einrichtung besitzt, so hartes Material zu bearbeiten. Alles übrigean dem Etalon ist, so wie alle mechanischen Einrichtungen, welche dasganze Geschäft erforderte, von Hrn. Baumann verfertigt worden.

§ 8 .

Untersuchungen über die Beschaffenheit des Originals des Preußischen

Längenmaafses .

Die Stärke eines Stabes von Stahl, von quadratischem, 9 Linien zurSeite habenden Durchschnitte, ist so grofs, dafs die Anwendung einer be-trächtlichen Kraft erforderlich ist, uni ihm eine, über die Grenzen seinerElasticität hinausgehende, also nicht spurlos wieder verschwindende, Krüm-mung zu geben. Ich halte sie für mehr als hinreichend, allen Zufällen zuwiderstehen, welche der Stab bei seinen Anwendungen erfahren mögte.Die Einwirkung der Schwere auf die Entfernung seiner Endflächen ist unbe-deutend, denn die in der Beilage gegebenen Formeln zeigen, dafs selbst

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