_ Von dem Menschen.
luden Lehrftand, Wehrftand und Nehr
Zu dem Lehrftand gehören diem Kirchen und Schulen. DieseE''bn chren Zuhörern vornehmlich mit^u^xempeln vorgehen, damit ihr ar-„MesLeben, nicht dasjenige wieder ein-was ihre Lehren bauen, das Wort,^/tes nach der heiligen Schrifft,und de-^„'Mbolischen Büchern unftrer Kirche'Merund rein vortragen,dieUnwiffendenMrrilchten, die Betrübten und Ange-^.?!?eu trösten, die Irrenden wieder zubringen, sie vermahnen und warnen,£ Nachlösen aber mit Worten hart be-Mfen; Sie müssen ihre Stimme erhe-Jl wie die Posaune, zu rechter Zeit den
den Stab Weh zu sichren wissen; WassU oem innerlichen Wesen der Religion ge-hört, und zu den Glaubens-Articuln, ba-hnen haben sie niemand als GOtt zu ge-horchen, was hingegen zu dem äußerlichen?)echen-Wesen und den guten Anstalten^o Gottesdienftes gereicht, da müssen sieMenlgen nachkommen, was in denKir-^u-Ocdnungen enthalten und anbe-
Den Wehrftand machen die Sol-diese müssen hie unruhigen Un-E otyanen, wenn sie sich wieder die Obrig-u^'Und wieder die guten Ordnungen se-A^ollen, in Zaum halten, und das Va-s^Wd wieder die auswärtigen Feinde be-Wtzeu. Sie müssen ihr Leben täglichListen. Wenn andere wollüstige Un-ZuHause sich mit den deücatestmSSifm und beftenGeträncke sättigen undtollst en ' ^ müssen sie offters hungern undober ihren Hunger mit schwachen^oausgetrocknetenLommiss-Brod, ihrenaber mit ernein TrunckWaffer,wel-s.^ offters aus einer ftinckenden Pfütze ge-hopset lft, Wen; Wenn andere aufih-eu Federn liegen und dersüssenRuh genie-& "lllssen sie wachen und unter freyenw?wel dre Beschwerlichkeiten derWit-to?? 6 en erdulten, und wenn viel andere^omächlichkeit pflegen, und sichh^oken, so müssen sie bey rausenderley^Sachlichkeit ihren Kopfeinen StückeMk al. loten, und haben doch wohl aufwa^ ,^Tage nichts ander^davor zu er-
aus b-^röftentheils seine Abkunfft dar-ben , und bahnet der Degen denton grösten Bedienungen, es wird
auch Fürstlichen Printzen nicht zurSchmr-de angerechnet, wenn sie bey derkluhuersvon unten andienen.
§. 22. Der Haußstand ist wohl der al-lerstärckste, sintemahl alle diejenigen dieman den beyden vorhergehenden Classennicht beyzehlen kan, darunter gehören. Erbegreifft Edelleute, Bürger, und Bauern.Dieser koumiret denRegenten die Mittel,daß sie Armeen aufdenBeinen halten kön-nen, und wenn der Haußstand nicht wäre,könte der Lehr-und Wehrftand nicht er-nehret werden. Es ist derselbe derPflantz-Garten der Republick, und muß er vor diebeyden andern Stande tüchtige Leute auf-ziehen helfen. Es sötte der Haußstandbillig dieWorte:JnSchweiß deinesAnge-sichts solstu deinBrod essen,zu seineWahl-
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lentzer undMüßiggänger anzutreffen, dieihr Brod mit Sünden verzehren, und vorelende und nichtswürdige Erd-Geschwäreanzusehen,die der Welt zur Last gereichen.
Das andere Kapitel.
Bon
Mftrzikhung junger
Leute.
§. r.
Reiner guten und tüchtigen Auf-erziehung junger Leute ist demgantzen gemelnen Wesen unge-mein viel gelegen. Die meisten bleiben ein-mahl so, wie sie aus den Schulen oder ausihrer Eltern Häusern kommen,und heist eshernach:Iung gewohnt, alt gethan.Es sot-ten billig grosse Herrn und Landes-Re-genten besondere Gesetze und Ordnungenin das Land publlciren lassen, wie es mitder Auferziehung derKinder gehalten wer-den solle, und solches nicht bloß und alleinden unwissenden, und theils ungezognenEltern überlassen. Es sotten billig dievonAdel oder andere wohlhabendeLeute, ihreKinder, fo bald als möglich, der Aufsichtder Ammen und Kinderwärterinnen ent-ziehen, und sie hingegen bey Zeiten geschick-ten llikormucoribu8 und Hofmeistern un-tergeben , indem sie von den Weibes-Per-fonen, nichts als abgeschmackte Mährlein,und ungeschickte Possen hören und sehen.Es taugt nichts, daß man ihnen in ihrerzarten Kindheit müdem Mumel, Popam,
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