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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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285
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^ÜbenyemgeN/ was vor und bey einer Bataitie in Obacht zunehmen 285

«^stritten, davon unterrichtet uns 1 1 sie muften nach seinen Frünckischen Gesetzel 4- c. zz. wenn er den Krieg leben,wie seinVater kixinus ihm aufgelegtschx^'vntttaniern oderEngelandern be- : hatte.Wenn sieTriumph halten walten, sodie einerley Ursprung mit den hingen sie die abgehauenenKöpfe der Fein-h^r^bn haben,daß sie erst sind allenthal- de denPferden an die Hälfe,und gaben dieZuritten, u. haben geschossen, u. mitBlut befchmutzteBeute denDienern inGeräusche der Pferde u. Räder die Hände, daß sie solche, wie in einen Tri-tzAer derFeinde getrennt. Wenn sie umph, vorher tragen musten, und fungenfxMschen dieReuter eingedrungen,sind ein Sieges u.Freuden-Lied. Hernach hm-' ^ lcm - gen sie solche firr ihreThüren,bestncken der

vornehmsten Feinde Köpffe mit Cedern-Sasst,huben sie in emenKasten fleißig auf,! zeigten sie denFremden,und rübmeten sich,chaß sie,oder ihr Vater, Groß-Vater oderVorführer viel Geld vor diesen Kopf hät-ten kriegen können,sie hätten es aber nichtannehmen wollen. Etzliche aber waren soruhmrathig, daß sie nicht so viel Geld da-vor annehmen wollen, als er schwer war.

Das. acht und zwantzigste Kapitel.

Von

demjenigen- was vor und bey

tmiBatatlle inObacht zn nrhmen.

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V S muß einGeneralCapitaitt,bevorer sich zu einer Schlacht resolvireitwill, seine Ordre, die ihn von demSouverain und von dessenGeheimdenKrie-gesOolleAio ertheilet worden, genau anse-hen,und derselben nachgehen, ob und wieweit er beordert sey, sich mit dem Feind ineinTreffen einzulassen,damit er sich nichtdißfalls eine schwere Verantwortung beyseinenHerm zuziehe. HaterGlaubmß be-kommen mit demFeind zu schlagen, und erfindet es vor dienlichsso muß er vorhero dieVornehmsten von derOeneralitTrzusich be-ruften, u.mit denselben überlegen,an wasvor einem Ort, und auf was vor Art derFeind am besten anzugreifen fey.

§. 2 . Nachdem derAusgang derSchlach-ten sehr ungewiß, die gantze Wohlfarth ei-nesLandes-Herrn ».Landes,oder auch des-sen totaler lluili öfters von einer eintzigenSchlacht depend-rt, so muß ein Generalsich nicht leicht dazu entschlüssen, und demFeind nicht eher angreiften, als biß er alleVortheile, und alle und iede Umstände ingenaue Betrachtung gezogen, und er gu-ten Grund zu vermuthen hat, daß eineglückliche Batailie gehalten werden möchte.Wer es nicht aufein Gerathe-wohl hineinwagen will, muß die Zeit und Gelegenheitwohl wahrnehmen, und die Gefahr erwe-gkN: Mall MUß den Ort UNd das Terrain,

I wo man stehet, und wo dssp Feind sein La-Mm r m

öle ^ überwallet wurden,sich wieder aufly^agen receriren konten. Zu Pferde^ ^6 eben fb/tvte mtt beit2!bfl$en*' le sprungen oft von denPferden,u.den ^ ^ Fuß. Das Pferd aber muste anschale stehen bleiben, daß sie sich ge-kz wieder draufsetzen konten, wenn

M, X ^h erforderte.JhrePferde warenmJP ungestalt,aber doch dauerhafftig,h^hlleSattel; An deren Stelle aberhje ^sie köstliche Decken und Zaume, soV^thmsten von den angrentzenden§, ^geschenckt bekamen. Wurden sie überwunden imb ge-% e Äfo machten sie sich gemeiniglich zuki^^agen,Weibern «.Kindern,da sieih^kr von den Feinden, oder auch vonllqchAenenWeibem umgebracht,die her-Ehre Kinder auch erwürgten,

aber,wendeten sie sich zur

Mg .^leBeute aber bestund aus MemMeyAbr andernSachen, die gefangenenN'Äv?,^"ter denselben die vornehm-^ einen Altar, so von grünen^e» Abrichtet,den JVIarci u. Mercurio,Xr> e Wfc» Göttern der Teut-UE Machtet. Die andern an Kreutzea oder ersäufst. Die in derd- -UMlagene Köpfe an Pfähle ge-

,aufei-Ehesilret,ha

ttum nocy moen sorgenden(Ätbp?' Iovi die Männer, u. der Vene«^lick^Kopfert.Nachdem sie aber zumKsD^Glauben gebracht,haben sie dieUex AMonet,u.das Vieh geschlach-ben König Alaricus, da er die?ugmockrn, verboth bey Le-Ä bes u v7 sl | sich kemer mit Menschenül folk. Carolas m als er nach

et ^4nbeM ^ redeliirendenTeutschen. "Zahm er ihnen nichts,als daß