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Der vollkommene teutsche Soldat, welcher die gantze Kriegs-Wissenschafft, insonderheit was bey der Infanterie vorkommt, ordentlich und deutlich vorträgt, und in sechs besondern Theilen die einem Soldaten nöthige Vorbereitungs-Wissenschafften, Künste und Exercitia, die Chargen und Verrichtungen aller Kriegs-Bedienten, von dem Mousquetier an bis auf den General; ... nebst einem Anhange von gelehrten Soldaten, Adel und Ritter-Stande, von Duellen, Turnier- und Ritter-Spielen, auch Ritter-Orden ec... / von Hannsz Friedrich von Fleming
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287
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v f ibe 7 v 1?elarons in Reihen lind GliederWp lt ^ in keine Confusion kommen,Willst Cn müssen sich die Bataillons nichtsondern immer ordinaireDistan-

Jetten.

litte Es müssen alle OfficierS fernerKhAch, daß ihre keiatons Nicht eherder Obriste commandirt,c * n ieder Zug oder Divisionfci 3 ^/slh> ttjemt ihre Tour kommt,^unAen lassen,damit man also in con-^Mn Feuer bleiben, und sich nicht wöge. Die Ober-und Un-?° l »raJ tcler ^ müssen die Leute immer en-lkicht^en, und ihnen die Sache gantz^uj^'Wen. Wenn die Infanterie at-ftt ivll, giebt man gemeiniglich all-1rdrc > des Feindes erstlich zu er-^ nicht eher zu schiessen, biß sichP^ l öc q 0 etwan verschossen hat, oder in^Hgtr? a lusion kömmt, oder auch an»svl^ichen. Gölte aber der Feindl, öllh^^ontenance halten, daß er so?' lind ^c,als auch in guter Ordre blie-^llcht von der Stelle weichenK ^f^An,wenn man an den Feind^^iiio^'Tchritte avancirt ist,müssen dieC> ,Q Us '^litweder Mit keiatons, oder Di-O'nrvsn/^^en, und zwar so, wie es der(j. 9. cjJ; Ur ^011 Bataillon vor gut findet.tz.^tiv^Kenn die erstern Treffen pous-^ine,' !l'0der auch nur in Konfusionslucl) wegen vieler Todtenmi sehr ruinivt seyn, so muß

alsdenn das andere Treffen si-cundirenund avanciren,das erste hingegen muß sichunterdessen so gleich wieder setzen und tor-miren. Wird nur ein eintziges Bataillonin dem ersten Treffen repouisiret,oder vonFeinde umgeben, so muß das Bataillon, wel-ches hinter denselbigen in andern Treffenstehet,nicht erstOrdre erwarten,ob es «van-eiren soll oder nicht, sondern, ungeachtetdaß die übrigen Bataillons in andern Tref-fen nicht a vaneirt, muß es dennoch so gleichvorrücken,und ein solches Bataillon ftcun-

^demrenlgeu/ was vor uno bey einer Bataiüe mQbacht zunehmen. 287

toä Zähmen, so haben die Officierer,sqa.-. lln solcher spöttlichen Desertion Ur-Rrfft ' Leib, Ehre und Leben ver-

B ataiiiirct eine Armee mit dem^ wird sie offters in zwey Tref-'^Mellet, und wenn das erste auf den^W^"?ret, bleibet das andere soweitdaß es von keiner Flinten-Kuge!lH s werden kan. Alle Bataillons, soE avanciren, um den Feind zu atta-stecken die Bajonett auf den Lauf,ll'ka^wen mit geschulderten Gewehr, äirenSeAer Fahnen und klingenden Spiel §- I0 - Werden die Officiers bey einens!cix.wknFeind; DieOffrciers, Unter-Ost Bataillon dergestalt rninirt, daß nicht ge-

. ts ^--- -- - nung übrig bleiben, um die Divisions und

felatons zu conmiandiitll, so MUß ein guterUnter-Officier den Zug, welchen zuvorein Obec-Officier commandirt gehabt,commandiren, jedoch muß zum wenigstenbey einer jeden Division ein Officier, undhinter dem Bataillon drey Officiers blei*^T ües eingetheilt,müssen 'dahin sehen, ben. Wird der Obriste todt geschossen,

e Belarons in «Vpihrti nnfc (SUtpW muß der Obrist-Dieutenant oder Major so

gleich an seine Stelle commandiren,undder altiste Lapitain alsdenn des MajorsDienste zu Pferde thun.

§.n. So lange man in Monist, mußkein BieErter weggebracht werden, es wä-re denn, daß ein Officierer durch seineKnechte sich wegbringen liesse,oder daß einLleisirter noch selbst so viel Kräffte hatte,daß er nach dem Lager gehen könnte. DieFeldscheerer und Feld-Prediger müssensich hinter dem letzten Treffen allezeit fin-den lassen, iNgleichM Müssen alle Tam-bours, Hautbois und Pfeiffer kürtz hinterihren Bataillons bleiben. Soll man mitdem Feinde schlagen, so wird die Bagagezurück geschickt,und sonst keine Bagage, alsButter, Speck, Pferde mitgenommen.

§. 12. Bevor eine Schlacht angehet,pflegt der Feldherr seine unterhabendeArmee durch eine wohlgesetzte Rede anzureden, und sie zur Bravoure und zu Lei-stung ritterlichen Beystandes anzumah-nen ; Er stellet ihne die grosseGefahr, da-rinnen ihr Herr vor dem sie fechten, unddas Vaterland, dem sie Dienst leisten, ge-setzt würden, dafern sie den Feind nichtdämpfen und demüthigen sotten, er bemü-het sich,ihre Gemüther gegen die Feind zuerbittern, und sie dadurch je mehr undmehr zur Rache und zur Tapferkeit an-zuflammen. Er zeuget ihnen die Vor-theile,die sie nach einer glücklichenSchlachtwürden zu erwarten haben, und auf was

vor