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zwungen worden,zuschlagen, ohne oavhatte Zeit gehabt,sein Krleges-Heer zurangiun, und solchen einen Muth k'sprechen. Zu unsern Zeiten will ouigute Gebrauch just abkommen, reooa-L
schlechter.Ehre und Avanraze derer
ciers,machen dergleichen wohlgesetzte^^den bey denen Soldaten wundersamekecte hervorbringen. Die Soldatensen die ONcourle ihrer grossen Generallezeit wohl zu Ohren und zuund je höher solche von Geburth,2vulRuhm und Glücke sind, je mächtigercket ihre Flocsuen 2 .
tz. iz. Ein Feld-Herr muß miCE^bahrer Vorsichtigkeit bedacht seyn,m^für allen Dingen ein camp äe Batct^C,,ches sich so wohl vor die Qualität, als ^zahl seines unterhabenden Kriegesan füglichften schicken, ausersehen n^,Denn wenn er sich befahret von der 9^sen Zahl des Feindes umringet und WLschlössen zu werden,muß er seine ? läa ],smit guten Volck,oder zum wenigsten e»'
Des dritten Theils neun ulld zwantzigstes Lapitel. _ ^
Art,wenn jiechre Pftuyt und Schuldig- an einem Orte, daß er emmahlskeit in Obacht nähmen, sie mit göttlichenBeystand den Feind gar leichtlich dam-pfen und überwinden könten. Er giebetihnen zu verstehn, daß es nun an dem wä-re, daß sie in einer eintzigen victorie dieFrucht aller ihrer ausgestandnen Fatigue»würden einsammlen,daß ihre vorgefasteHoffnung des Reichthums und der Ruhegleichsam auf einen Streich würde er-Wllet werden, daß sie nun das Gluck inHänden hätten,wornach sie so lange ge-wündschet, und daß sie sich endlich einestrmsterblichenRuhm erwerben würden,zu-mahl sie vor eine gerechte Sache stritten,wenn sie sich nur würden tapfer halten,weil sie den Feind auch andersmah! schongeschlagen,und solcher Ehre jetzo nicht erst-lich verlieren würden- Ist aber der Feindin einer gehaltnen Schlacht vormahlsglücklich gewesen, und hat Meister gespie-let, muß sich ein General anderer Redensund Ausmunterungs - Arten bedienen,nemlich, daß nunmehro die Zeit,welche sieso sehnlich verlanget,glücklich kommen wa-re, daß sie ihren vorigen Verlust wieder er-setzen könten, und darbey ihnen einbilden,daß als sie zur andern Zeck wären geschla-gen worden, solches nur ein Glücks-Streich gewesen wäre, und nicht eigent-lich von einer Tapferkeit hergekommen,und weil sie dennoch mit dergleichen vi-ctorieuifrt Feinde zu thun hätten, würdejetzo ihre Victors um so viel herrlicher undberühmter seyn. Er muß auch sonder-lich die Trouppen versichern, daß das Ge-dächtniß öererjem'gen, so in dieser Occa-l!on um des gemeinen Bestens willen ster-ben würden, dem Vaterland allezeit liebund angenehm seyn würde,und deswegenihrer Begräbniß und Familien halberSorge trägen, daß sie künfftighin mitherrlichen Lobsprüchen und Belohnun-gen möchte beehret werden, wie ingleichendie Verwundeten sich guter kecompenle,wackerercllargen und reichlichen Aufent-halts würden zu getrosten haben. Aufdiese unddergleichen Manier kan ein Feld-Herr ftiner Soldaten bey einer bevorste-henden Action anreden, und ihnen einenMuth einsprechen, welches unsere Vor-fahren, und insonderheit die Römer aüt*zelt practicitt, und in acht genommen ha-ben,mayen dieser ^letlloclu8vortreflich ist,und in unterschiedlichen jOccaüonen gros-sen Nutzen schaffen kan. Julius cdar alsein Weltberühmter caximiu beklaget sich
ttn- otcr midcm Sachen wol» l-cd§und wenn er sich an Lavallerie zu foPLbefindet,die großen Piainert so viel alsff^,lich meiden; hingegen auch alle eng^,gichte und morastige Oerter verlU^wann er dem Feinde mit cavalrerie; legen. f
j §. 14 - Es muß auch ein GeneE O,
' fleißiger seyn,als der Feind inSteM^^e'ner Armee in Schlacht Ordnung,
; statt, daß solche nach der Qiiaiic^c ^
■ Soldaten also.vortheilhaffrig caixip cf ie>
I sey, damit die cavalierie mit der ln (f ^i wenn jene viel fthwächer als diese lwchi Gegentheil bedecket werden kau. mmuß in übrigen alles in einer so gu^W,llre stellen, daß das Volck zu unteM ^nen mahlen treffen könne, bevor esüber einen Haussen geworfen ^ ^welche gute Anstalten verurjach^ ^sich die Soldaten wenig jurchten, unsehr behertzt darauf loß gehn.
§. iz. 9Ran muß ein Krieges^eitund sonderlich dessen Flügel,voneinander ausbreiten, wie W ~ fzu thun psiegen, sondern solcheschlössen beysammen halten, wie ore ^schen in guten Gebrauch haben-aber mit einer oder zwey Lmren ^oder auch noch mit mehrern;