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Des sechsten Theils eilstes Lapitel/
ger zu mehrer Versicherung umher gefüh-ret, und beschlossen werden, damit derFeind die Gelagerten so leicht nicht über-fallen könne. Hingegen müssen auch alleWege, so nach dem Gehöltze zu gehen, mitCorps de Guarden oder Redoutfst belegetwerden. Die Generals-Persohnen undandere Officiers haben ihr Logir in beylie-genden Flecken. Die Abtheilungen dieserLogire können auch bißwerlen auf einerleyWeise angeleget werden, und muß mansich nach der Anzahl der Generals-Per-sohnen, nach der Größe der Armee undGelegenheit des Ortes richten.
§. i 8 . Soll ein beständiges Lager,entwe-'der vor eine Stadt an einen Paß, oder daman sich sonst des Feindes zu befahren,ge-schlagen werden, so muß man vor allenDingen, ehe es lormirt wird, ausfolgendeStücke Acht haben; i) Daß es an einenfliessenden Wasser sey. 2 ) Nicht zu nahean einem Walde, z) Daß der Ort nichtüberhöhet. 4) In der Ebene. 5 -Nicht aneinen morastigen Orte. 6 ) Daß der PlatzvonWasser nicht überschwemmet werdenkönne, oder unter Wasser gesetzet werden.7 ) Daß Holtz und Graß vorhanden. 8 )Nicht zu weitläufftig,nochzu enge. 9 )DenAb-und Zugängen nach fleißig ver-wahrt. io) Daß auch dasjenige, was ihnder Natur nach mangelt, durch die Kunstersetztwerde.
§. h. Ist nun der Ort diesem Eigenschaf-ten nach bemercket und bezogen, muß mansich gegen den ankommenden Feind so wolvon aussen,als inwendig verwahren.
1. Mit schlechten Circumvallationenoder Trenchee -Linien, so auf 20 . 25 . bißZO. Ruthen weit in Distanz,«»!* in der For-me wie Redens einander tlanguiren, unddestreichen können. Siehe No, 6.
2 . Mit halben Redoueen, die in FeldeKessel genennet werden, welche auch 25 .diß zo. Ruthen in Distanz von einanderzu liegen kommen. Siehe Fig, n. vii.
3 . Mit gebrochenen Linien in ebensolcher Distanz, auf 30. biß 6 o.Ruthen,und mit halbenstedomen oder Kesseln vor,gelegt, die gebrochenen Linien besser zu.be-streichen. Siehe N^s.
4 . Mit platten Bollwercken auf.
Ruthen in Distanz, dazwischen aber, >v
dikLorcie oder Ausfall da gemacht w
muß allemahl einehalbekedomevorgeu»
seyn,den Ausfall besser zu bedecken. '
No. 9.
Will man nun eine Zeitlang an ein^
Ort'csmpiren, und die 1 rencbemeMU
Gonrnunieations-Linien in besserer & ,ftärkung wissen, so können solche Mlt
lkrhMdForriiicstionz -Wercken von Z04
biß ')v. Ruthen in Distanz, als mit gatly,sted)ucen, platten Bollwercken,undgevierdten Feldschantzen, llem,werken, Zangen oder Tenailie«dergleichen beleget und fordficirt wder-
N 2 . So bald nun die Armee gUlf eine Trenche-
fllltl»'
0 .. . -Linie oderLagerza»"^
f Distanzen 10. biß 3 o. Ruthen vetInfanterie oder V0N ioo. hiß yo.SEangeleget, so kan alsdenn eine Circntn? 3
irsssssas*
Ü*fl e l®ß en Wachen versehen, oder anerer Wagenburg umringet, oder stnothen, mit einet sd)led)ten Tf*oee-Lmle von4.biß5.Schuh hoch Wallen werden, wie No, 10 . weiset.
^assvor unversehenenl^
Mrchen Etn-und Anfall der ReuEes yemdes gesichert sey, so wird von
^^^EtNinfanterieMaNNschasstco^f ndittmpropo rtion, tt . der«
vrabenaufgeworfemwelchenachgeEeo dem Aufbruch wieder demollrt wtt?en. Bleibet man aber bey BelagerElanger beysammen stehen, und wrli PfLassem so werden die Gircumvallstw-^nen mrt starckernBrustwehren aufge^m, wie der Profil. n 0 . i, weiset.
§. i4.Sotten UM bieCircumval^Ktonten Schanßen mit Bollwercken
tmt werden, so macht man die BoM^
cke etwas starcker und höher, nackA^
von nothen um mehrerer Versicher^
wrllen, und beleget sie mit Psillla^ml^,Auf solche Weise werden de ,ger sowohl im Felde, als vor 0 (n
gertenOrtborcjficirt»
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