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Des sechsten Theils zwölfftes Lapitel.
ohne Vorzug die Kavallerie zuerst avan-ciren lassen, und nach Gelegenheit alleEin-und Zugänge der Festung damit be-setzen^ Xt orauf denn gleich die Infanteriefolgen soll, und muß die gantze umlie-gende Gegend des Ortes ordentlich mitKavallerie und Infanterie durch einanderund Regimenter Weise, oder wie es derZustand der Sachen am besten erfor-dern möchte, einen Canonen-Schuß weitzu Lande und Wasser, wenn dessen vor-handen, beschlossen werden, so daß nichtsvon den Feind, weder aus, noch in die Fe-stung hinein kommen und xsMren kan.
§. 3 , Vordre Artillerie wird ein siche-rer Ort zu ihren kare und Lager ange-wiesen , woselbst sie mit ihrer Munitionund andern Sachen wohl bestehen könne,desgleichen auch bey Proviant und andernAemtern m Obacht genommen werdenmuß. Gölte aus gewissen Ursachen sicheine grosse Armee.zutheilt haben, oderanderer Auxillar - Trouppen erwarten,muß fleißige Lvrrelpondenr zwischen ih-nen geführet werden, damit auf einen-.Läge und zu einer Zeit die Festung anallen Orten möge beschlössen und belagert jwerden, und nicht etwa« mm ein Theilsder Armee, zumahl wamr es schwach wa-?!re, zu bald komme, und Gefahr lauft, von!Feinde aysquiret.und geschlagen zu wer-!den, ehe noch der andere Theil der AWeeHerbey komme. :
§. 4. Eine Haupt - Festung nuran einen und andern Orte bela-gern , und solche doch bestürlnen wollen,ungeachtet der Feind darinnen einigeThore frey behalt, wodurch er nach Ge-fallen einund ausmarschirenkan, ist garnicht zu rathen, weil man dafür eine Ar-mee gantzlich ruiniren, und doch nichtsfruchtbarliches ausrichten wird; Aufsol-chen Fall ist es besser, einen Haupt-OrtNur zu bloguiren, ZU bömbardiren, undmit Feuer zu ängstigen, auch nach Gele-genheit sich Wieder zu retiriren.
H. 5- Sind vessleen und Höhen nichtallzuweit von einer Festung, so müssendie Belagerer solche mit Feld-Schantzenwohl belegen und darinnen Posto fassen.,Muß die Armee um die Festung herumwegen eines Flusses oder Morastes in et-was zertheilet liegen , muß man übersolche Brücken machen, um die Conunu-nication füglich zu haben, auch einanderim Fall der Noth bestens zu secimdiimGehet ein Fluß durch, oder nahe an der
Festung weg- muß man ob er un>^, ^derselben auf einen Canonem^ ^Brücken machen, vor dieselben > ^ziehen, bey deren Befestigung an^ slll ,iserpailisadilte kleine Redouten, » n ; ^dere Schantzen nach Gelegenhess»^Bedeckung aufwerffen, auf oen^aber hin und wieder Triangui S ^ e!! ,
kleine Fahr-Zeuge mit Volckaussv.^mitAnckern in Wasser festmachen,che auch mit einer starcken breterne & *wodurch kleine Schieß-Löcher gehen ^fen, versehen, damit aller OMWache gehalten werden könne, un. ^nichts aufden Flusse aus ober M w ^stung fernen, noch denen gemachtencken, auf was Art es auch lw > \Schaden zufügen, und solche rmöge.
§. 6 . Lieget die Festung anhen Fluß, muß man die Wasser'^,,gegen über disseit des Flusses am'Lande , auch einige tausend uM u ß/Regimenter legen, damrt drefier um die Festung aller Orten rea/^schlössen sey, wenn man eineAttaque gedruckt vorzunehmen, oo ^^',1einen Ort dloquirt halten, danmn ^solchen Platz nach der Länge der w' ^Quartier- Weise wohl verfthantztm
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kan.
§. 7. Von der gantzen 6 enera!ltLc ^
ein Kssssußnefass. und überlegt,
besten zuziehen, mit nöthigen kleme I^ilgrossen Wercken, auch mit gebE^engen und weiten Ausgängen vor () t,lerie, Infanterie und Wagens
Die Passagen müssen zwischen zwei'Plsnqnen innen liegen, damit solweNothfall wohl bestrichen werden- roDie grösten Forti 6 carion 8 -Wercke^ ^Linien kommen gemeiniglich am o' ^ esCf ei, Höhen, und Defileen, damltßn . upable sind, die Linien lincks, rechts „bk!Fronte wohl ZU defendiren;. ■
werden auf die gleichen Linien Qyje^'doch also, daß sie über einenSchuß nicht von einander kommen, ^alles wohl flanquftt und bestrico
den könne.
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§. 8- Die Circumvallatioiis:^#
het nach den herum liegenden ou-zu, weil man sich eher eines8 uceur 5 e 8 und. Einfalls vonneu Ausfall von innen aus der iv' ßi l" 1(raus zu.befürchten hat- Das s
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