Buch 
Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
53
JPEG-Download
 

u£

Zeiten die Meinung des Ptolemchwieder verlies, kam da-her, weil die Schriften des Aristoteles überhaupt beyden Scholastikern gleichsam für die Bibel gehalten wur-den. Alif gleiche Art rechnete er auch die Milchstrase,wie die Cometen, zu den blosen Lufterscheinungcu *).

81 »

Die dunkeln und hellen Flcke deS Monds hieltAristoteles für Abbildungen der Lander und Meere unsererErde, die sich im Monde wie in einem Spiegel d rstell-ten **). Auch sah er wohl ein, daß der Erdschatteneinen Kegel bildete, dessen Grundfläche an der Erde lägeund dessen Länge weniger, als die Entfernung derErdevonder Sonne betragen müßte ***). Übrigens soll er auchdie Gestirne für beseelt gehalten haben ch), und es istwenigstens so viel gewiß, daß er auch jedem Sternegewiße Erkenntnißkcaffte zuschrieb, die den Lauf desSterns dirigirten chst). Aber diese Idee des Aristo-teles hat sich langer, als man glauben sollte, erhalten.Denn der scharfdcnkende Scot auscrte nach 1500 Jahrenach dem Aristoteles diese Gedanken, wie er spricht: siastra non surit animata, id crediturn esse potius, quamdemonstratum; (Siehe des Idioci^li ^.IrnaZ. nov. 1.i- p-93) Nach den Fixsternen behauptete er befände sich

D 3 zu

0 .

*) Meteorit. L. I. c. lZ. 14.

**) Plutarchus desacie in orbe lunae. §» 2 .

***) De Meteor. L. I. c. IZ.

st) Plutarch. de plac. philas. L. II. C. z.

stst) Metophys. L. XII. c. 7*