83 *
Aristoteles hatte überhaupt den Grundsatz, daßalles, was existirte, um daS Centrum des Universumsherum laufen müßte. Die Bewegung des Himmels hielt erfür ewig, und den Himmel selbst unveränderlich, jederPlanet hätte einen unsterblichen Genius, der ihn bewegte,und/ällc Planeten sich um einen gemeinschaftlichen Mit-telpunct bewegten. Seine einmal «„g-»»»»»,«»-lingsmeinung, von den koncentrischen Himmeln derPlaneten, legte er um alles in der Welt nicht ab: ober gleich einsah, daß die Planeten, zumal Venus undMars, nicht stets gleich gros erschienen, und dahernicht beständig einerley Entfernung von der Erde hätten.Uebrigcns zweifelt man noch, daß Aristoteles dasele eoelo wirklich selbst geschrieben habe. (Siehe6s«-jU ■ A,Je vero systemate mundi, p. 4..) Er wurde imersten Jahr der 99 Olympiade gcbohrn, und starb imdritten der i ig-ten. (Siehe Weidlev trift, altron.x. 109.)
84.
Eudem, aus Rhvdus und Schüler des Aristo-teles scheint sich vorzüglich auf die Sternkunde gelegt zuhaben. Man weiß, daß er eine Finsterniß vorher ver-kündigt hat, und dies hics damals schon viel. Er hatteaucheineastronomischeGcschichtegeschricben, deren Ver-lust man bedauert, obgleich wahrscheinlich ist, daß sieblos aus Fragmenten bestanden. Ferner hatte er eineGeschichte der Geometrie aufgesetzt, die aber ebenfals ver-lohrcn ist: doch glaubt man, daß Proklus aus dieser Gc-
D 4 schichte