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Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
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124 *

Der erste römische Astronom war Numa , vondem die anfängliche Zeitrechnung herrühret, der zweyterömische König. Er kannte die Lehrart deS Pythago-ras, nahm an, daß der Mittelpunkt der Welt, umden steh die Erde mit den übrigen Wcltcörpern drehe,Feuer sey. Daher ordnete er der Vesta einen bestimm-ten Gottesdienst und cwigesFcuer an. Zu den.z6oTa-gen, die man bisher im Sonnenjahre zahlte, schalteteer noch jährlich 5 ein, und gab dem MondcnjahreZ54.Tage. Er fand dabey noch mehrere Einschaltungenfür nöthig, welche er den Priestern übertrug, und eineachtjährige Periode bestimmte, um die Differenz desSonnenjahres vom Mvnkenjahre, mit Einschaltungeines MonathS von zwey Jahren zu zwey Jahren aus-zugleichen *). Die Priester aber vcrnachlaßigtcn gärbald seine Vorschriften und schalteten zum Verdrusse desVolks ganz willkührlich **).

125.

Im Kriege mit den Epirern erhielten die RömerSonnenuhren, im ersten punischen Kriege ward einesolche auf tyjn Foro aufgestellt, und der Censor Q. Mar-cius Philippus ließ sie verbessern und berichtigen. Daes aber bey trüben Tagen an einer Uhr fehlte, so führte

Sciyio

*) Bailiy ]. c. VII. §. 0.

**) Plutarchus in Xnina. p. 130. Cicero Tuse. Lib. IV.C. I. Censorinus c. XXIII.