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Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
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190
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waren 1769 bereits 1691 Jahre seit dem Tode des Sali-vagenam verflossen, und daher wild es sehr wahr-scheinlich, daß schon 78 Jahre nach C. G. die Bra-minen in diesem Theile Indiens wohnten und schondamals Sonnen und Mondfinsternisse zu berechnenverstanden, zu einer Zeit, da das nördliche Europa nochin der tiefsten Unwissenheit und Barbarei versenkt war.Und doch haben wir jetzt unendlich ausgebreitetere Kennt-nisse in der Sternkunde erlangt, als die Braminen,die noch jetzt nicht mehr davon wissen alsthm^vor 1700Jahren, zur Zeit des Salivaganam bekannt war. Ue-bcrhaupt scheinen die Braminen nicht auf die Erweite-rung ihrer Kenntnisse zu denken, wenigstens bekümmernsie sich nicht darum, ihre Rechnung vollkommener zumachen, und stellen zu dem Ende weder astronomischeBeobachtungen, noch irgend andere Untersuchungen an.Unsere Beobachtungen, die wir in Indien machen, sehensie nur als einen Beweis unsrer Unwissenheit an, undbilden sich fest ein, daß wir zu ihnen kämen, um unsin einer Wissenschaft zu unterrichten, in welcher wir inEuropa noch weit zurück waren.

Den Gebrauch des Sonnenzcigers kennen dieBraminen in ihrer Astronomie schon seit undenklichenZeiten. Jedermann kennt jetzt zwar einen Sonncn-zciger, allein die Art der Braminen, sich desselben zubedienen, hat doch etwas Besonderes und Merkwürdiges,die uns einen Begrif von dem Gebrauche geben kann,den die Chalväer davon machten; daher auch einigeglauben r daß die alten Brachmanen ihre astronomisil)en

Kennt-