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Fe hler, daß man keine Rechnung nachsehen kann, indemuram das vorhergehende, so wie man weiter kömmt, auseinander wirft. Jedoch geschieht es selten, daß sich dieIndier irren. Sie berechnen mit einer ausecordentlichcnKaltblütigkeit und Ruhe Summen, die uns unmög-lich seyn würden, und sichern sich dadurch gegen Fehler,die wir Europäer an ihrer Stelle nicht leicht würdenvermeiden können. Vermöge ihrer rathsclhaften Verse,die sie auswendig wissen, und wahrend des Rechensbeständig hersagen, können sie der Vorschriftsrafeln entbeh-ren. Ihre Sonnen- und Mondstafcln schreiben sie aufPolmblätter, die alle sehr sauber und von einerleiGröße geschnitten sind, machen kleine Büchelchen davon,die sie nachschlagen, wenn sie Finsternisse berechnen,und bedienen sich dabey eines feinen Griffels, womit siealles schreiben können, was sie wollen. Unter einemgewissen Könige Salivagena (oder Salivagenam)' erhieltdie Sternkunde der Bramincn eine neue Anstalt; unddies ist vermuthlich derselbe König, der in Bvngals^.unter dem Nahmen Sucradit bekannt ist, und dessenTod Herr Hollwell ins Jahr 79 nach C. G. setzt *).
Dieser König liebte die Sternkunde sosehr, undthat soviel um ihre Aufnahme zu befördern, daß seineEpoche in Indien eben so berühmt bey den Tamulen,als die Epoche des Nabonassars es bey den Chaldaernwar. Nach der Angabe der Tamulen und Braminen
waren
*) Evenemens historiques <r. IV. p. 25» ec ^ d’Amste-lod. 1768.