Buch 
Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
319
JPEG-Download
 

eine sehr leichte Art die Verbesserung des Calenderszu bewerkstelligen, vorzüglich aber sie auf die monatli-chen Mond - Epacten und Sonncnzirkel anzuwenden.Er übergab und empfahl sie daher, als ein sicheresund zuvcrläßiges Verbcsscrungs - Mittel der künftigenZeiten, Pabst Gregor dem iZten. .Sein Vorschlaghatte auch so einen glüklichcn Erfolg, baß man ihn garnicht schwer zur Ausführung fand, den nach seinemTode Clavius fresset ordnete und vollendete. So vielnur bekannt hat er keine astronomischen Schriften hin-terlassen; ober wegen seiner Verbesserung des christl.Calenders wurde er von dem Clavius und Blancanusder zweyte Sosigenes seines Zeitalters genannt.Siehe Ricciol. S. 29.

4v6.

Dieser Christoph Clavius, ward zu Bainberg15 37 gebohrcn, trat in den Iesuittrorden, wurde nach-her nach Portugall geschickt, wo er zu Coimbra seinevorzüglichen Talente, indem er die Mathcmatick daselbstlehrte, sattsam an den Tag legte. Nachher lehrte erzu Rom dieselben Wissenschaften, und von allen Ortenher rciseten Ausländer dahin, um ihn zu hören; Tycho,M^ginus, und andere unterhielten sich durch Brief-wechsel mit ihm, und benutzten seine ausgebreitetenKeimtnisse. (Siehe Ricciol. Chronik. S. 32.) SeinLehrer soll Ravizza, ein Jesuit, und gleichfalls ein sogroßer Astronom als sein Schüler Clavius gewesenseyn. Gregor Letus sagt im Leben Sixtus des Vtenim 9 B. von Jahr 1585 von ihm, daß der Pabst

folgen-