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zweitenmal wurde er durch Tycho de Brahe'n demKaiser vorgestellt, und nur unter der Bedingungseinem Freund Tycho als Mitgehülfe in den astrono-mischen Observationen, und als kaiserlicher Mathcmati-kus zu Prag an die Seite gesetzt *), wo es ihm endlichnach Tychos Tode auf Empfehlung Johann Borwi-tzens, da er bereits ersterm zwey Monathe lang unermü-det beygestanden hatte, gelang, daß ihm im Jahr 1602ein Gnaden Gehalt ausgezahlt wurde. Von dieserZeit an widmete er sich nunmehr der optischen undandern in die Astronomie einschlagenden Wissenschaftenmit vielem Eifer und glüklichcm Fortgang.
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Solchergestalt lebte Johann Kepler, beynaheeilf ganzer Jahre lang zu Prag in sehr dürftigen Um-ständen, bis ihn der Kaiser Matthias nach Linz berief,wo er auf Vorspräche einiger Vornehmen des Traun«Viertels von Oberostreich, eine geringe Pension genoß.Im Jahr 1613. reisete er nach Regenspurg wegen Ver-heerung des Calenders zum Reichstag, kam baldwieder nach Linz zurück und blieb daselbst biSums Jahr1626. nachdem aber in diesem Jahre im Monath Novem«ber die Stadtvonihrer Besatzung besreyt wurde, reiseteer nach Ulm um die Nudolphirsschen Tafeln durch den
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*) Auch in dieser Lage klagt» er in einem Briefe an denCanzler HrrrvorS von Hohenburg in Bauern, daßer keinen Gehalr erhielte, wovon er mit seiner Familieleben könnte. Weidlar ]. c. p. 414
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