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Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
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betrieb Kepler nun die Astronomie mit weit größerm >Eifer, als vorher, seine Zeitgenossen Mästlin, Tycho,und andre würdige gelehrte Männer bewunderten seinendurchdringenden Verstand und Einsichten in die coömo-graphifchen Geheimnisse. Kepler harte zwar auch imJahr 1598 das traurige Schicksaal der Religion halbersich nach Ungarn flüchten zu müssen, allein bald darauf1620 ward er wieder nach Graitz zurückberuffen und inseine vorige Stelle eingesetzt. *)

320.

Nach vielem erdulteten Ungemach in Untersteyer-mark, ward er endlich, auf Vermittelung Tycho deBrahe's, als kaiserlicher Mathematikus im Iahe1600. im Monath Octbr. nach Prag beruffcn, alleinauch hier hatte Kepler neues Elend und mancherleiUngemach zu ertragen. Seinen versprochnen Gehalt,konnte er auch nach wiederholten Bitten nicht erhalten,er lebte demnach auch hier von dem wenigen und müh-sam ersparten Vermögen mit seiner Familie sehr dürftigund elend. In Hofnung seine Vermögensumständeeinigermaaßen zu verbessern, legte er sich jetzt mehr aufmedicinische Kenntnisse , um im Nothfall ins Würten«bcrgische zurükzukehren, und um eine MedicinischeProfessur anhalten zu können, in welcher Absicht auchKepler eine Reise dahin unternommen hatte. Zupr

zwei-

*) Bailly. hist. de fastr. mod. P. II. 5.12. 33.43. 62.73.

WtidUrA c p. 413. seq.