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Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
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nichts als Keplers Briefe hiervon zu Leipzig 1718 inFol. durch den Druck öffentlich bekannt gemachtworden. *)

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Ein merkwürdiger Zeitgenosse Keplers war Gal-liläus Galliläi, der Sohn Vincenz Galliläi, einesFlorentiner Patriciers. Ersterer war zu Florenz imJahr 1564 gebohren. Anfangs lebte er eine Zeitlangzu Venedig, bis ihm auf der Universität zu Padua eineProfessur der Mathematik mit einem Gehalt von ZooGoldgülden, und nachdem er das Fernglas oder denTub^s, welcher noch von ihm den Nahmen des Galli-läischen führt, auch bisweilen Holländische genennkwerden, erfunden, mit einer Zulage von 200 derglei-chen angetragen wurde. Diese Stelle bekleidete er 18Jahre lang mit großem Ruhm. Hierauf berief ihnCosmus II. Großherzog von Florenz nach Pisa alserster Florentinifcher Mathematikus mit einem monatl.Gehalt von ioo Lammen, wobey er noch überdies aufKosten des Großherzogö sich einen Gehülfen zu..astro-nomifchen Observatione» annehmen konnte. **)

4 ? 6 .

Um die Astronomie hat er sich für die damaligeZeit durch sein erfundenes Fernglas, welches er zuastronomischen Beobachtungen gebrauchte sehr verdient

P 5 gemacht.

*) Act. Erudit. Lips. a. I/IH. mens. Iar».

**) Bailly l c. mod. P.II. 79 . 86 . 128 - IZ 8 - ZZl. Z87-

65z. P.I1I. 6 s. und WtiLler a. a. O. p. 4-z.