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Geschichte der Astronomie von den ältesten Zeiten bis zu dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts
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346
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gemacht. Als Galliläi uenilich im Jahr 1609 zu V,e?ncdig hörte, daß ein gewisser Holländer ein Fernglasverfertigt habe, vermöge dessen man diejenigen Körper,welche ihrer Entfernung wegen nicht gesehen werden,dennoch nahe genug sehen und betrachten könne, undman auch bereits von eiitigen Experimenten, so damitangestellt worden wären, hier und da Nachricht habenwollte, andere es hingegen wieder längneten, ihm end-lich auch Jacob Büdovere, ein FranzoS, aus Parisschriftlich versicherte, daß die Sache sich also verhalte;dachte hierauf Galliläuö der Wahrheit der Sache wei-ter nach, und fand auS der lehre der Refraction durcheignen Fleiß und Nachforschen, auf bloses Gerüchte desbereits erfundenen, auch einen Tub^s, oder sogenann-tes Holländisches Fernglas. Galliläi machte sicheine bleierne Röhre, befestigte an den beyden Endenzwey durchsichtige Gläser, welche auf der einen Seiteplatt, auf der andern Seite aber das eine convex, dasandere hingegen concav geschliffen waren; sobald nunGalliläi zuerst das Auge an die convexe Seite des Gla-ses brachte, sah er die Gegenstände zu größter Freudedrey - und neunmal größer als er sie vorher mit blosenAugen betrachtet hatte. Er verfertigte nachher aufgleiche Weise solche Ferngläser welche mehr als sechzig-mal die Sachen vergrößerten; ja durch viele Mühe undKosten brachte er es endlich so weit, daß er eine.völligeMaschiene errichtete, welche mehr als tausendmal dienatürlichen Gegenstände vergrößerte. *)

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cf. Nuncius Merens. LoncL etjit. ,p. II»