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Funfzehn Ansichten der neuen St. Gotthards-Strasse vom St. Gotthard-Hospiz bis Lugano / nach der Natur gezeichnet und geätzt von Joseph Meinrad Kälin, Jakob Suter; nebst einer Beschreibung von Herrn Karl Franz Lusser
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griff er di Arriere-Garde der Franzosen , welche Lecourbe unter Loison, 2000 Mann stark, hey Airolo zurückgelassen hatte, an.Hier leisteten die Franzosen einen sehr hartnäckigen Widerstand, weil ihnen der Rückzug durch das Wallis , durch das inMasse aufgestandene Voll;, gesperrt war, und noch einzig das Rcussthal hiefür offen blieb, dessen, durch den eben erlittenenUeberfall entmuthigten und durch die Fahrlässigkeit der Oeslreicher, auf deren Unterstützung sie gehofft hatten, erbitterten,oder doch gleichgültig gewordenen Bewohner sie nicht beunruhigten. Der Rückzug durch diese engen Pässe erforderte fürdas Gepäcke, die Lastthiere und die Truppen viel Zeit, ebenso die Einschiffung derselben auf dem Vierwaldstättersee;darum musste diese Nachhut die Oestreicher so lange als möglich am Fusse des St. Gotthards zurückhalten; den ganzenTag dauerte der heisse Kampf, und als die Nacht solchen unterbrechen machte, war den Oestreichern nicht weiter als bisauf die Anhöhe Ciina del Bosco vorzudringen gelungen. Noch in der Nacht zogen die Franzosen 900 Mann Verstärkung,aus Hospenthal herbey, und Haddik wartete den folgenden Tag auf Ergänzung seiner Munition. Den 28. May Abends, griffendie Oestreicher nach einer kliigern Disposition in drey Colonnen an, und gewannen die höchsten Punkte des St. Gotthards,unter beständigem Gefechte. Den 29. setzten die Franzosen den Rückweg über Ursern fort, gedrängt durch das St. JulicnscheCorps, welches zwar etwas spät über die Oberalp hereinbrach, ihnen doch immer noch viel Schaden zufügte und nochdenselben Abend die Teufelsbrücke besetzte.

Haddik, Meister vom St. Gotthard, glaubte sich nun von dieser Seile gesichert, und schickte die Brigade Rohan,Souwarows Wunsche gemäss, nach Domo d'Ossola. Allgemeine Freude herrschte nun von den drey Seen bis zumSt. Gotthard , besonders triumphirten die Luganeser, denen beym Anrücken der Franzosen wegen den von denselben stetsbeschützten Patrioten, nicht wenig bange gewesen. Fast jede ehemalige Vogley gestaltete sich nun zur unabhängigen Republik,weder die Feldherren noch die östreichische Regierung mischten sich in die innern Angelegenheiten dieser acht kleinenRepubliken; es geschah bloss, wenn es nöthig war, dem rachsüchtigen Partheygeist Schranken zu setzen, der besonders inLu gano seine wilde Absicht durchblicken liess. Die langsamen Fortschritte der Oestreicher am St. Gotthard , das EinnistenLecourbes in die Thäler von Ury, und die Wiederannäherung der Franzosen auf der Seite von Wallis , stimmten die